Stadtzürcher Stimmbevölkerung erhöht Subventionen für Kunsthaus
Das Zürcher Kunsthaus erhält mehr Subventionen von der Stadt: Die Stimmbevölkerung hat der Erhöhung um jährlich 7,3 Millionen Franken mit einem Ja-Stimmenanteil von 55,4 Prozent zugestimmt.

Mit 61'025 Ja- zu 49'007-Nein Stimmen waren die Stimmberechtigten für eine Erhöhung der Gesamtsubventionen für das Kunsthaus von rund 18,5 auf knapp 25,8 Millionen Franken pro Jahr. Die Stimmbeteiligung lag bei 47,7 Prozent.
Die Vorlage teilt sich auf die beiden Trägerorganisationen auf: Die Zürcher Kunstgesellschaft erhält für den Museumsbetrieb neu 17,6 statt 13,6 Millionen Franken. Diese Erhöhung ist vorerst bis 2033 befristet. Die Stiftung Zürcher Kunsthaus bekommt für den Gebäudeunterhalt neu 8,2 statt 4,9 Millionen Franken.
«Zusatzkredit alternativlos»
Stadtrat und Parlamentsmehrheit warben eindringlich für ein Ja. Höhere Betriebskosten und dringende Sanierungen machten den Zusatzkredit alternativlos. Zudem verlangten faire Arbeitsbedingungen und die Aufarbeitung der Provenienzen mehr Geld. Mit dem Ja sichere Zürich die Qualität des grössten Schweizer Kunstmuseums.
Die SVP kritisierte die Erhöhung als finanzielle Überforderung der Steuerzahlenden. Sie verlangte mehr Sparsamkeit beim Kunsthaus und bemängelte die Bevorzugung von Grossinstitutionen gegenüber kleineren Kulturangeboten. Das Zürcher Stimmvolk teilte diese Sorgen jedoch nicht und ebnete den Weg für den Zusatzkredit.
Kunsthaus dankt für «tragfähige Perspektive»
Das Kunsthaus dankte den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern. «Das Resultat gibt dem Kunsthaus eine tragfähige Perspektive», wird Philipp Hildebrand, Präsident der Kunstgesellschaft, in einer Mitteilung zitiert. Gleichzeitig verstehe man das Ja als klaren Auftrag, mit den zusätzlichen öffentlichen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen und gleichzeitig die Einnahmen weiterzuentwickeln.










