St. Gallen entscheidet über Neubau der Berufsschule Rapperswil SG

Das St. Galler Stimmvolk entscheidet am 8. März über den Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ) Rapperswil-Jona. Die Kosten für den Neubau in der Nähe des Bahnhofs werden auf 91 Millionen Franken geschätzt. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

In Rapperswil-Jona soll für das Berufs- und Weiterbildungszentrum ein Neubau erstellt werden. Im Bild die Altstadt. (Archivbild)
In Rapperswil-Jona soll für das Berufs- und Weiterbildungszentrum ein Neubau erstellt werden. Im Bild die Altstadt. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Wie hoch sind die Kosten für den Neubau?

Die Gesamtkosten werden auf 91 Millionen Franken geschätzt. Darin enthalten sind 6,5 Millionen Franken für den Kauf der Grundstücke von der Stadt Rapperswil-Jona.

Wo soll der Neubau entstehen?

Der Neubau ist in der Nähe des Bahnhofs Rapperswil-Jona geplant, in Gehdistanz zum Bahnhof und zum Campus der Fachhochschule Ost – eine Lage, die vom Kanton als ideal bewertet wird.

Warum ist ein Neubau notwendig?

Das bestehende BWZ befindet sich eingemietet in drei Gebäuden im Norden des historischen Stadtkerns. Diese erfüllen laut Abstimmungsbroschüre die Anforderungen an einen modernen Berufsschulunterricht nicht mehr und bieten keine Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem gibt es erhebliche Platzprobleme.

Welche konkreten Mängel hat der bisherige Standort?

Die Schule braucht mehr Platz. Ausserdem sind die Schulzimmer zu klein, es fehlen Gruppenräume, es gibt zu wenige Toiletten und die Lüftung ist ungenügend. Insgesamt entspricht die Infrastruktur gemäss dem Kanton nicht mehr den heutigen pädagogischen und baulichen Standards.

Wie viele Lernende besuchen das BWZ?

Derzeit besuchen rund 1200 Lernende das BWZ. Der Kanton geht davon aus, dass diese Zahl künftig auf etwa 1600 Personen ansteigen wird, was den Platzbedarf erhöht.

Wie gross wird der geplante Neubau sein?

Es ist ein Neubau für 95 Klassen vorgesehen. Täglich werden 35 bis 40 Klassen vor Ort sein. Auf 5807 Quadratmetern sind 28 Schulzimmer sowie «fünf Lernlandschaften und Praxiszonen» geplant. Zusätzliche 400 Quadratmeter werden für die Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster eingeplant.

Welche finanziellen Auswirkungen hat der Neubau langfristig?

Mit dem Neubau könnten laut Kanton jährlich rund eine Million Franken an Mietkosten eingespart werden, die am derzeitigen Standort anfallen

Gab es politischen Widerstand gegen das Projekt?

Nein. Im St. Galler Kantonsrat fiel die Abstimmung einstimmig aus, es gab keinen Widerstand gegen den Kredit. Es wurden keine Argumente gegen die Vorlage vorgebracht. Die SVP beantragte jedoch, für zusätzliche 5 Millionen Franken eine Tiefgarage zu bauen. Dieser Antrag scheiterte im Kantonsrat. Kritik kam von einem Komittee aus der Stadt Rapperswil, welche den Standort bemängelte und für ein anderes Areal für den Neubau warb. Der Stadtrat von Rapperswil-Jona befürwortete schliesslich den von der St. Galler Regierung vorgeschlagenen Standort.

Wem gehört das Grundstück derzeit?

Der Gemeinde Rapperswil-Jona. Sie stellt das benötigte Land für das Projekt zur Verfügung. Die Stimmbürgerschaft der Stadt hat dem Landverkauf bereits zugestimmt.

Was passiert, wenn das Stimmvolk Ja sagt?

Bei einem Ja am 8. März wird zuerst ein Architekturwettbewerb durchgeführt, um das konkrete Bauprojekt zu bestimmen. Sobald eine Baubewilligung vorliegt, gehen die Grundstücke endgültig an den Kanton über.

Wann startet der Unterricht im neuen BWZ?

Das neue Gebäude soll auf das Schuljahr 2033/34 fertiggestellt und bezugsbereit sein.

Kommentare

Weiterlesen

von Allmen Olympia 2026
68 Interaktionen
Gold-Regen
olympia 2026
68 Interaktionen
Dreifach-Gold!

MEHR AUS ST. GALLEN

1 Interaktionen
St. Gallen
St. Galler Kantonalbank
2 Interaktionen
St. Gallen
BMW M4
20 Interaktionen
St. Gallen