Marode Verbindung: Lütisburg favorisiert Betonbrücke
Bereits über zwei Monate ist die Thurbrücke in der Mühlau gesperrt.

Die marode Brückenverbindung zwischen Lütisburg SG und Bazenheid SG soll rasch wiederhergestellt werden. Mittlerweile sind dazu unabhängig voneinander zwei Petitionen bei den Gemeinden Lütisburg und Kirchberg SG eingegangen. Ganz aktuell ist ein Vorschlag für eine Brücke aus Holz.
Wie das Kirchberger Gemeindeblatt berichtet, sind bereits zwei Vorstösse zur Wiederherstellung der Mühlaubrücke eingegangen. Die eine Petition, welche von 597 Personen unterstützt wird, stammt von Michael Sutter. Sie wurde am 3. Juni eingereicht.

Am 29. Juni folgte mit 2534 Unterzeichnern eine zweite, welche aus den Reihen der SVP hervorging und worüber die WN verschiedentlich berichtet haben. Erst am vergangenen Dienstag wurde in Mosnang SG eine Idee präsentiert, welche eine Holzkonstruktion vorschlägt.
Gemeinden sind aktiv
Seit der Sperrung der Brücke sind die Gemeinden nicht untätig geblieben. So hat die unter dem einsturzgefährdeten Bauwerk montierte Gasleitung ein rasches Handeln nötig gemacht. In kürzester Zeit wurde die Verlegung der Leitung in Angriff genommen.
Als Träger dient eine rote Stahlkonstruktion, die einem liegenden Kran ähnelt und die potenzielle Explosionsgefahr gebannt hat. Darüber hinaus wurden und werden Möglichkeiten geprüft, wie die Strassenverbindung schnellstmöglich wiederhergestellt werden kann.
Lütisburg stimmt erneut ab
Nach Ansicht der Lütisburger Gemeindeverantwortlichen stellt die ursprünglich vorgesehene Ersatzbrücke aus Beton die beste Lösung dar. Wie einer Medienmitteilung der Gemeinde zu entnehmen ist, wurden die verschiedenen Varianten einander gegenübergestellt. Dabei habe sich gezeigt, dass ein komplett neues Brückenprojekt die Wiederherstellung der Verbindung absehbar um ein bis zwei weitere Jahre verzögern würde.
Der Gemeinderat wird deshalb an der geplanten ausserordentlichen Gemeindeversammlung erneut einen Planungskredit über 270'000 Franken vorlegen. Ein Kredit wurde erst im März dieses Jahres abgelehnt. Man darf gespannt sein, ob er unter den aktuellen Vorzeichen mehrheitsfähig ist.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Wiler Nachrichten» erschienen.








