Kanton St. Gallen beantragt 9,1 Millionen aus Lotteriefonds
Der St. Galler Kantonsrat wird im Sommer über die Unterstützung von 89 Projekten aus dem Lotteriefonds entscheiden. Im Fokus stehen Kulturvorhaben, Denkmalpflege und soziale Initiativen. Die Mittel sollen nach neuen Förderkriterien verteilt werden.

Wie die Regierung in einer Mitteilung am Freitag schreibt, beantragt sie mit der Lotteriefondsbotschaft beim Kantonsrat rund 9,1 Millionen Franken für 89 Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit. Der Kantonsrat soll in der kommenden Sommersession über die Vorhaben entscheiden.
Für die «Mehrjahresförderung Tanz und Theater» im Bereich Programme sind 850'000 Franken vorgesehen. In den Bereichen «Musik, Tanz, Theater und Literatur», «Bildende Kunst, Design, Architektur und Film» sowie aus der Sparte «Geschichte und Gedächtnis» schlägt die Regierung 55 Projekte vor. «Darunter sind die Ausgrabungen der Kantonsarchäologie in Sargans mit 675'000 Franken sowie das Eidgenössische Volksmusikfest 2027 in Altstätten zu finden, für welches ein Beitrag in der Höhe von 350'000 Franken beantragt ist», heisst es in der Mitteilung weiter.
Hinzu kommen zwei Projekte aus dem Bereich «Vermittlung, Austausch und Integration». Eines davon ist die überarbeitete Eingabe des Vereins Kalender Ostschweiz betreffend des Projekts «Minasa» in der Höhe von 195'000 Franken. Für alle diese Vorhaben beantragt die Regierung beim Kantonsrat einen Betrag von rund 4,4 Millionen Franken.
Für die kantonale Denkmalpflege sind rund 3,1 Millionen Franken für 20 Projekte vorgesehen, darunter der Wiederaufbau der Badhütte in Rorschach mit rund 1,5 Millionen Franken.
Aus den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit sind es 11 Projekte, für welche Beiträge in der Höhe von rund 0,7 Millionen Franken beantragt sind.
Der Kanton unterstützt zwei Mal im Jahr eine Vielzahl an Projekten aus den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit mit Beiträgen aus dem Lotteriefonds. Die Mittel stammen aus der Swisslos Interkantonalen Landeslotterie. Dazu verabschiedet der Kantonsrat jeweils im Sommer und Winter die Lotteriefondsbotschaften.
Im März hatte der Kantonsrat entschieden, die Gelder aus dem Lotteriefonds nach neuen Kriterien zu verteilen – dies nach Kritik am System der Mittelvergabe. 50 bis 55 Prozent der ausbezahlten Mittel sollen neu für Kultur, Brauchtum, Soziales, Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden, für den Sport 30 bis 35 Prozent.






