Kanton Freiburg will mit neuem Plan zum Velokanton werden
Der Kanton Freiburg hat einen neuen Plan für das kantonale Velowegnetz verabschiedet. Bis zum Jahr 2042 sollen damit der Anteil des Veloverkehrs deutlich erhöht und die Sicherheit für Radfahrende verbessert werden.

Die Vorlage solle Freiburg zu einem «echten Velokanton» machen, sagte Staatsrat Jean-François Steiert (SP) am Mittwoch. Seine Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt habe das strategische Dokument nach einer öffentlichen Vernehmlassung verabschiedet.
Der Plan sieht vor, bis 2042 jährlich durchschnittlich 14 Kilometer neue Velowege zu bauen oder bestehende zu sanieren. Das kantonale Alltags-Velonetz mit einer Länge von 690 Kilometern erhält zudem einen für alle Behörden verbindlichen Charakter. Die Gemeinden haben sechs Jahre Zeit, ihre eigenen Planungen darauf abzustimmen.
Die neue Strategie umfasst vier Handlungsfelder, wie es in der Medienmitteilung hiess. Lücken im Netz sollen geschlossen und sichere Routen geschaffen werden. Zudem sollen das Velo-Parkplatzangebot und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, insbesondere an Bahnhöfen, verbessert werden.
Weitere Schwerpunkte sind die Kommunikation zur Förderung des Velofahrens sowie der Unterhalt der Wege. Die Velowege sollen das ganze Jahr über befahrbar sein und bei Baustellen sichere Umleitungen bieten.
Im Vergleich zum bisherigen Plan von 2018 setze der neue auf höhere Standards mit mehr eigenständigen Velospuren und eine stärkere Berücksichtigung von Kindern und älteren Menschen. Das Velo solle zu einer «echten Alternative» werden. Die Zuständigkeiten zwischen Kanton und Gemeinden seien zudem geklärt worden.










