Bis jetzt zwei Baum-Notfällungen wegen Dürre in Basel
Die Basler Stadtgärtnerei hat im Zusammenhang mit der anhaltenden Trockenheit bis dato zwei Bäume gefällt – aus Sicherheitsgründen. Das gesamte Ausmass der Dürreschäden am Bestand wird erst im Frühling ersichtlich, wenn manche Bäume voraussichtlich nicht austreiben.

Von den Notfällungen betroffen waren ein Zürgelbaum und ein Kirschbaum, wie Simon Leuenberger, Leiter der Abteilung Grünflächenunterhalt, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Der eine Baum stand bei der Theobald Baerwart-Schule, der andere an der Bruderholzallee.
Auch wenn Gehölze beschädigt sind und im Frühling nicht austreiben, heisst das noch nicht, dass sie auch gefällt werden dürfen. Dies geschieht dann, wenn ein Sicherheitsrisiko besteht. Bei den besagten beiden Bäumen war die Krone derart kaputt, dass sie ein Windstoss zu Fall hätte bringen können, wie Leuenberger erklärte.
Die Polizei sperrte vergangene Woche aus Sicherheitsgründen zeitweise den Schützenmattpark, da ein Ast abbrach. Bis dato waren abgesehen davon auch keine Sperrungen anderer Anlagen in der Stadt notwendig, so Leuenberger.
Allerdings warnt die Stadtgärtnerei auf Plakaten eindringlich vor unvorhergesehenen Astabbrüchen. Da das Holz fasriger und brüchiger wird, besteht dieses Risiko weiterhin. Zudem gibt es wöchentliche Baumkontrollen. Sollten nach der Dürrephase Sturmböen auftauchen, werde es gefährlich, sagte Leuenberger. Dann sollte sich ja niemand unter Bäumen aufhalten.
Die Stadtgärtnerei erhält zurzeit viele Meldungen von Menschen, die Baumbewässerungen fordern. Diese bewirkten jedoch im Strassenraum nichts, da die dortigen Bäume ihre Wurzeln bis über zehn Meter tief im Untergrund haben und auf das Grundwasser zugreifen. Daher konzentriere man sich auf Jung- und Parkbäume, sagte Leuenberger weiter.
Wie viele Bäume in den Wäldern beider Basel notfallmässig gefällt werden mussten, ist noch nicht bekannt. Da für solche Massnahmen die Werkeigentümer verantwortlich sind, besteht derzeit keine detaillierte Übersicht, wie Kreisforstingenieur Guido Bader vom Amt für Wald beider Basel auf Anfrage von Keystone-SDA schrieb. Aktuell seien nur punktuelle Massnahmen zur Sicherheit von Grillplätzen, Wegen und Vita Parcours ergriffen worden.
Bader geht davon aus, dass die jetzige Hitze- und Trockenheitsperiode in den kommenden drei Jahre grössere schädliche Auswirkungen auf den Wald haben wird. Besonders Buchen, aber auch Spitzahorne, Eschen und teilweise Eichen seien betroffen.
Sicherheitsmassnahmen wurden gemäss Gemeindeinformationen in mehreren Gegenden ergriffen: Riehen sperrte letzte Woche einen Spielplatz sowie Teile des Sarasinparks. Pratteln sperrte den Wanderweg beim Hülftenbächli wegen Sicherheitseingriffen und in Sissach ist aktuell der Waldspielplatz Tännligarten nicht begehbar.






