Angebote für Luzerner Eltern sollen Schulen und Familien entlasten
Der Kanton Luzern will die Elternbildung ausbauen und damit Schulen und Familien entlasten. Dafür schafft er eine Koordinationsstelle mit einem 60-Prozent-Pensum.

Die Elternmitarbeit sei ein Schlüssel für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. So will der Kanton unter anderem Elternbildungsangebote in Erziehungsfragen subventionieren und lokale Angebote sowie die Vernetzung in den Gemeinden stärken. Die Zugänge dazu sollen niederschwellig und für «vulnerable Familien» günstiger sein.
Dafür sind im Budget 2026 finanzielle Mittel in der Höhe von 193'000 Franken bewilligt. Die weiteren Kosten von 214'000 Franken sind im Aufgaben- und Finanzplan 2026-2029 ab 2027 vorgesehen. Wie es weiter hiess, können die Kosten zwischen Bildungs- und Kulturdepartement sowie Gesundheits- und Sozialdepartement aufgeteilt werden. Die neue Stelle ist bei der Dienststelle Volksschulbildung angesiedelt.
Immer mehr Sonderschulfälle
Handlungsbedarf in der Elternbildung sah der Kanton aufgrund von wachsenden Herausforderungen: Die Zahl der Sonderschulfälle im Bereich Verhalten und sozio-emotionale Entwicklung habe sich seit 2019 verdreifacht. Diese Entwicklung sei unter anderem auf die wachsende Belastung in Familien und fehlende niederschwellige Unterstützungsangebote zurückzuführen, hiess es.
Die Elternbildung soll präventiv wirken und letztlich einzelne Sonderschulzuweisungen oder Fremdplatzierungen abwenden können, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Damit liessen sich auch die Kosten für die Angebote wieder kompensieren, liess sich Bildungsdirektor und Regierungspräsident Armin Hartmann (SVP) zitieren.
Der Luzerner Kantonsrat überwies im September 2025 ein Postulat, das die Stärkung der Elternbildung forderte. Der Regierungsrat unterstützte den Vorstoss.






