Abgewählter Stapi Alec von Graffenried macht Erkrankung öffentlich

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Der abgewählte Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) hat in einem Interview mit der «Hauptstadt» die neue Verteilung der Direktionen kritisiert.

    Alec von Graffenried
    Alec von Graffenried kritisiert die neue Direktionsverteilung. - keystone

    Der abgewählte Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) hat in einem Interview mit der «Hauptstadt» die neue Direktionsverteilung kritisiert. Die Gemeinderatsmehrheit habe ihm seine Wunschzuteilung, die Finanzdirektion, ohne Begründung vorenthalten.

    Kriterien wie Anciennität, Lebensalter, Kompetenz, Erfahrung oder der eigene Wunsch seien bei ihm nicht berücksichtigt worden. Das geht hervor aus einem Interview mit dem Berner Onlinemedium «Hauptstadt», das am Dienstag publiziert wurde.

    Seine Wunschzuteilung begründete er insbesondere mit seinen Erfahrungen in der Immobilienentwicklung. Ein Bereich, der in der Kompetenz der Finanzdirektion liegt. «Wir haben dringenden Handlungsbedarf bei den Finanzen und in der Immobilienpolitik», wurde der künftige Sicherheitsdirektor zitiert.

    Von Graffenrieds Abwahl als Stadtpräsident

    Von Graffenried wurde bei den städtischen Wahlen Ende November nach acht Jahren im Amt als Gemeinderat bestätigt, aber nicht als Stadtpräsident wiedergewählt.

    Die fehlende Wertschätzung habe ihm wehgetan – sowohl seitens der Medien als auch seitens der Bündnispartner von Rot-Grün-Mitte.

    Eine weitere Erfahrung relativiere jedoch die Nichtwahl stark, wie dem Beitrag weiter zu entnehmen ist.

    Von Graffenried habe in den vergangenen drei Jahren mit «Morbus Whipple» eine tödliche, aber gut behandelbare Krankheit durchgemacht. Seit Juli seien die damit einhergehenden Gelenkschmerzen wieder weg.

    «Eine schmerzhafte tödliche Krankheit zu haben ist deutlich schlimmer, als Wahlen zu verlieren», sagte er der «Hauptstadt».

    Kommentare

    User #1877 (nicht angemeldet)

    Dass er gekränkt ist verstehe ich, aber er sollte den Entscheid annehmen und keine negative Gedanken verbreiten sondern sich einfach auf seine Arbeit konzentrieren.

    User #1786 (nicht angemeldet)

    Es hat mir einfach an der Kommunikation von Alec von Graffenried gefehlt. Für mich muss ein Stapi, oder eine Stapie greifbar sein. Man hat sehr wenig von ihm gehört, was nicht heisst, dass er nichts getan hätte. Plötzlich war wieder mal was anders. Plötzlich wurden Parkplätze gestrichen, ohne jegliche Vorwarnung. Ich hoffe sehr, dass nun Frau Kruit kommunikativer ist, so dass man sich auch mal gegen etwas wehren kann.

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