Vize-Aussenminister: Russland erwartet «nichts Gutes» von US-Präsident Biden

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    Noch vor Amtsantritt wirft der russische Vize-Aussenminister der künftigen Biden-Regierung Russland-Feindlichkeit vor.

    Joe Biden
    Joe Biden - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sergej Riabkow erwartet «nichts Gutes» vom künftigen US-Präsidenten Joe Biden.
    • Viele aus Bidens Kabinett hätten «ihre Karriere auf Russland-Feindlichkeit aufgebaut».

    Die russische Regierung erwartet nach den Worten von Vize-Aussenminister Sergej Riabkow «nichts Gutes» vom künftigen US-Präsidenten Joe Biden. «Wir erwarten nichts Gutes, das ist klar», sagte Riabkow am Dienstag der russischen Nachrichtenagentur Interfax. «Es wäre merkwürdig, Gutes von Leuten zu erwarten, von denen viele ihre Karriere auf Russland-Feindlichkeit aufgebaut haben, indem sie Galle über mein Land ausgeschüttet haben.»

    Biden war vier Tage nach der US-Präsidentschaftswahl am 3. November zum Sieger ausgerufen worden. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte wenig später, er wolle das offizielle Wahlergebnis abwarten, bevor er Biden gratuliere. Erst als Biden am 14. Dezember im sogenannten Electoral College 306 der insgesamt 538 Stimmen erhalten hatte, schickte Putin dem US-Demokraten ein Glückwunschschreiben.

    Coronavirus - Russland
    Wladimir Putin, Präsident von Russland, nimmt an einer Videokonferenz teil. - dpa

    Darin drückte der Kreml-Chef seine Überzeugung aus, dass Russland und die Vereinigten Staaten «trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten viele Probleme und Herausforderungen» in der Welt lösen könnten. «Ich für meinen Teil bin zur Zusammenarbeit und zu Kontakten mit Ihnen bereit», beteuerte Putin in dem Telegramm.

    Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind stark belastet. Biden hat angekündigt, sich entschieden gegen Russland zu stellen. Moskau wird unter anderem vorgeworfen, sich in die US-Wahl 2016 eingemischt zu haben, um Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. Biden legt am 20. Januar seinen Amtseid ab.

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