US-Heimatschutz rechtfertigt ICE-Schüsse in New York
Nach Schüssen der US-Einwanderungsbehörde ICE auf einen Mann in New York hat das US-Heimatschutzministerium den Einsatz verteidigt. Die Beamten seien überzeugt gewesen, dass ihr Leben, das ihrer Einsatzpartner sowie die Öffentlichkeit in Gefahr waren und hätten deswegen Schüsse abgegeben, sagte Marcos Charles, stellvertretender Leiter der Abteilung ERO, die für die Durchsetzung von Verhaftungen und Abschiebungen unrechtmässiger Migranten in den USA zuständig ist.

Dabei sei ein Verdächtiger «oberflächlich» von einer der Kugeln oder von Splittern am Hals getroffen worden, sagte Charles weiter. Die ICE-Beamten wollten einen Haftbefehl vollstrecken, nachdem er sich bereits im September einer Verhaftung entzogen hatte. Der Mann gehöre zu einer Bande, die für Diebstähle mit Waffen und Mopeds bekannt sei, sagte Charles weiter.
Am Donnerstag hatte ein ICE-Beamter auf den Mann geschossen und ihn verletzt. «Der Mann ist am Leben und befindet sich in einem örtlichen Krankenhaus», schrieb das US-Heimatschutzministerium auf der Plattform X. Der Mann habe bei dem Einsatz festgenommen werden sollen.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte mit, ersten Berichten zufolge hätten Einsatzkräfte das Auto des Manns umringt, in dem auch ein fünfjähriges Kind war. Dann seien mehrere Schüsse abgegeben worden. Das Kind blieb nach bisherigem Kenntnisstand körperlich unverletzt. Charles zufolge wussten die Beamten nichts von dem Kind.
US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin machte den 28-Jährigen selbst für die Gefährdung des Kindes verantwortlich. Anders als die Beamten habe der Mann gewusst, dass sich das Kind im Auto befand, und dennoch stark beschleunigt und zwei Fahrzeuge gerammt. Offenbar sei er dabei auch auf Beamte zugefahren. Die öffentliche Empörung müsse sich deshalb gegen den Verdächtigen richten, sagte Mullin.
Mullin zufolge bot Trump an, den Mann in den Gewahrsam der New Yorker Polizei zu übergeben, sofern diese strafrechtlich gegen ihn vorgehe. Mamdani habe dies abgelehnt. Mullin wies zudem Forderungen nach einer vorübergehenden Aussetzung der Einsätze seiner Behörde zurück. «Nein, wir werden die Einsätze nicht aussetzen», sagte er. Seine Behörde werde weiterhin die Einwanderungsgesetze durchsetzen. «Unsere Männer und Frauen leisten jeden einzelnen Tag verdammt gute Arbeit», sagte Mullin.
Der Vorfall trug sich am Nachmittag (Ortszeit) im Stadtteil Marble Hill zu, einem Wohnviertel nahe der Insel Manhattan auf dem Festland der Metropole.










