Trump-Anwälte attackieren Biden und dessen Sohn

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    USA,

    Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump sind die Verteidiger zum frontalen Gegenangriff übergegangen und haben Joe Biden attackiert.

    Joe Biden Donald Trump
    Will er nochmal? Joe Biden lässt eine erneute Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 noch offen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trumps Team attackiert Joe Biden und dessen Sohn.
    • Sie werfen ihm krumme Geschäfte vor.

    Trumps Anwältin Pam Bondi sagte am Montag vor dem US-Senat, Bidens Sohn Hunter habe für seine einstige Tätigkeit bei der ukrainischen Gasfirma Burisma «Millionen» Dollar kassiert, während sein Vater als Vizepräsident für die Ukraine-Politik zuständig war.

    Die Anwältin zitierte einen früheren Mitarbeiter des US-Aussenministeriums mit der Aussage, dass die Tätigkeit von Hunter Biden den «Eindruck eines Interessenkonflikts» habe hervorrufen können.

    Trump hatte im vergangenen Jahr bei der ukrainischen Regierung auf Korruptionsermittlungen gegen den Ex-Vizepräsidenten und dessen Sohn gedrungen. Die oppositionellen Demokraten sehen darin einen Missbrauch des Präsidentenamts, durch den sich Trump persönliche politische Vorteile habe verschaffen wollen. Biden hat gute Chancen, von den Demokraten als Herausforderer Trumps bei der Wahl im November nominiert zu werden.

    Die Anwälte des Präsidenten beschrieben es in der Senatssitzung am Montag jedoch als legitim, dass Trump der Tätigkeit von Hunter Biden für Burisma habe nachspüren lassen wollen. Der Biden-Sohn habe über «keine Fachkenntnis oder Erfahrung in der Erdgasbranche» verfügt, sagte der Anwalt Eric Herschmann. Seine einzige «Qualifikation» sei gewesen, dass er der Sohn des für die Ukraine-Politik der USA zuständigen Mannes gewesen sei.

    Allerdings haben weder die ukrainische noch die US-Justiz irgendwelche Anhaltspunkte dafür vorgelegt, dass Joe Biden oder dessen Sohn gegen die Gesetze verstossen haben könnten.

    Vor den Attacken der Trump-Anwälte gegen die Bidens hatte ein Bericht der «New York Times» heftigen Wirbel ausgelöst, wonach der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton in einem Buchmanuskript den Vorwurf bestätigt, Trump habe das Zurückhalten einer Militärhilfe für die Ukraine als Druckmittel eingesetzt. Demnach habe Trump seinem damaligen Sicherheitsberater im August gesagt, die Militärhilfe von 391 Millionen Dollar (354 Millionen Euro) solle eingefroren bleiben, bis Kiew ihm mit Ermittlungen gegen die Bidens helfe.

    Trumps Anwälte gingen auf die neuen Enthüllungen allerdings nicht ein. Die Verteidigung führt bislang ins Feld, dass der Präsident die Regierung in Kiew mit dem zeitweiligen Einfrieren der Militärhilfe generell zu einem verstärkten Kampf gegen die Korruption habe bewegen wollen.

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