Selenskyj gegen Klitschko: Wintervorbereitung von Kiew mangelhaft

    Keystone-SDA
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    Ukraine,

    Kurz vor dem nächsten Kriegswinter wirft der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Behörden der Hauptstadt Kiew eine schlechte Vorbereitung vor. «Jeder Kiewer sieht, dass die Stadt wirklich nicht vorbereitet ist», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Die Situation sei schlechter als in den Wintern der vorherigen Kriegsjahre. «Einzelne Drohnenangriffe führen zu Strom- und Wasserausfällen», führte Selenskyj als Beispiel an.

    Wolodymyr Selenskyj
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. - keystone

    Es gebe auch Probleme bei Schutzräumen, der Vorbereitung von Schulen, dem Bau von Schutzanlagen für wichtige Objekte und auch der Funktion des öffentlichen Nahverkehrs. «Kiew hängt anderen Regionen bei der Umsetzung der Stabilitätspläne hinterher», resümierte der Präsident, ohne Bürgermeister Vitali Klitschko beim Namen zu nennen. Es seien Beschlüsse und eine Beschleunigung notwendig. Dazu habe er auch mit Vertretern anderer Regionen wie dem Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, der zweitgrössten ukrainischen Stadt gesprochen.

    Nach Stromausfällen infolge russischer Drohnen- und Raketenangriffe wird den Hauptstadtbehörden seit mehreren Tagen vor allem in sozialen Netzwerken eine mangelnde Vorbereitung vorgeworfen. Klitschko wies die Vorwürfe unter Verweis auf die besonders harten Angriffe der vergangenen Wochen zurück. «Das Stadtoberhaupt trägt nicht die Verantwortung für die Flugabwehr», sagte er Journalisten. Kiew sei das Hauptziel russischer Attacken.

    Ziel der Kampagne sei es, Klitschko durch ein loyaleres Stadtoberhaupt zu ersetzen. «Die Menschen haben mich gewählt und ich mache unter schwierigsten Bedingungen alles Mögliche, um das Vertrauen der Kiewer zu rechtfertigen, damit die Stadt in einer Situation verheerender Angriffe des Feindes weiter funktioniert», sagte Klitschko. Dies sei ein Angriff auf die kommunale Selbstverwaltung. Klitschko zufolge sind bereits 300 Bürgermeister in allen Landesteilen von der Zentralregierung durch genehmere Personen ersetzt worden.

    Vor dem Hintergrund der Vorwürfe gegen Klitschko hat das Parlament das Stadtoberhaupt an diesem Mittwoch zu einer Fragestunde eingeladen. Für den Samstag ist zudem eine Demonstration für den Rücktritt von Klitschko vor dem Rathaus der Dreimillionenstadt angekündigt. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine grossangelegte russische Invasion.

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    Kommentare

    User #1221 (nicht angemeldet)

    Als ob die Stadt schuld ist wenn das Land untergeht...

    User #4738 (nicht angemeldet)

    Niemals russische Trolle füttern!!!

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