Russland beschiesst Kiew mit Raketen und Drohnen
Die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihr Umland sind in der Nacht von Russland massiv mit ballistischen Raketen und Kampfdrohnen angegriffen worden. Die Stadtverwaltung berichtete am Morgen von mindestens zwei Toten und fünf Verletzten in der Stadt. In einem Vorort kam ausserdem ein Kind ums Leben. Es habe Schäden an mehreren Wohnhäusern, einem Laden und einer Lagerhalle gegeben, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Es gab mehrere Brände, Qualm lagerte über der Millionenstadt.

Die Nachrichtenagentur Unian meldete, der Angriff habe sich erstmals seit längerer Zeit wieder gegen die Energieversorgung gerichtet. Das russische Militär in Moskau sprach von Attacken auf das Wasserkraftwerk von Wyschgorod nördlich von Kiew, das Heizkraftwerk Tripillja im Süden und ein Umspannwerk. Die Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde per Satellit erfasst, verzeichnete an diesen Stellen Feuer.
Luftwaffe: Fünf ballistische Raketen abgefangen
Der ukrainischen Luftwaffe gelang es nach eigenen Angaben, fünf ballistische Raketen verschiedener Typen abzuschiessen. Militärnahe Telegramkanäle schrieben indes, die Zahl der eingesetzten Raketen sei mehr als doppelt so hoch gewesen. Nach offiziellen Angaben wurden 155 von 188 anfliegenden Kampfdrohnen abgewehrt. Diese Informationen sind nicht unabhängig überprüfbar. Der Luftalarm zog sich bis in die Vormittagsstunden.
Russische Angriffe trafen auch andere Teile der Ukraine und versetzten die Nachbarländer in Alarm. In der Republik Moldau stürzte nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Drohne bei dem Dorf Hirbovat ab und explodierte. In Polen stiegen erneut Kampfjets auf, um eventuell anfliegende Drohnen abzufangen.










