Russische Drohnen schlagen in Schule und an Brücke in Kiew ein

    Keystone-SDA
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    Ukraine,

    Bei einem russischen Luftangriff ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Drohne in einem Schulgebäude eingeschlagen.

    Kiew
    Eine russische Drohne ist in Kiew in ein Schulgebäude geflogen. (Symbolbild) - keystone

    «Die russischen Missgeburten greifen weiter das Leben unseres Landes, ukrainische Kinder, unsere Schulen an», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Da alle Schüler und Lehrer rechtzeitig in einen Schutzraum gingen, habe es keine Verletzten gegeben.

    Selenskyj zufolge brach ein Feuer in der zweiten Etage des Schulgebäudes aus, es wurden Fenster und Türen beschädigt. Eine Aussenwand sei zum Teil zerstört worden. Der Staatschef versprach Gegenangriffe und forderte die Verbündeten auf, den Druck auf Russland und die Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen.

    Einem Bericht des Nachrichtenportals Hromadske zufolge war das nicht der erste Einschlag in der Schule. Der Grossteil der Schüler nahm demnach aufgrund der ständigen Gefahr durch russische Luftangriffe online am Unterricht teil.

    Zudem gab es laut Behördenangaben in Kiew zwei Drohneneinschläge nahe einem Stützpfeiler der Südbrücke über den Fluss Dnipro. «Derzeit ist der Verkehr der U-Bahn und des öffentlichen Nahverkehrs über die Brücke eingestellt», teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Das Bauwerk werde von Fachleuten überprüft. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten einen Drohneneinschlag in unmittelbarer Nähe eines fahrenden U-Bahnzuges.

    Die städtischen Behörden hatten erst Anfang September ein neues Warnsystem eingeführt, bei dem die U-Bahnlinie über die Südbrücke auch bei einfachen Drohnenangriffen weiter in Betrieb bleibt. Davor galt ein Fahrverbot über die Brücke bei jedem Luftalarm. Mehr als ein Drittel der Einwohner der Dreimillionenstadt lebt in Hochhaussiedlungen auf dem Ostufer des Dnipro. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Strassenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.

    Seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 wurden die Brücken in Kiew nicht ernsthaft angegriffen.

    Kommentare

    User #3650 (nicht angemeldet)

    Ich weiss nicht an wen sich diese Nachrichten richten. Der Krieg ist zur Normalität geworden und solche Nachrichten schocken nicht mehr. Menschen entwickeln einen unbewussten "Frostschutz", eine gerechtigfertige Gleichgültigkeit, um das alles zu ertragen.

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