Rubio: Ausländischer Akteur steckt hinter Vorfall bei US-Militärbasis
Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in Grossbritannien spricht US-Aussenminister Marco Rubio von der Beteiligung eines «ausländischen Akteurs».

«Was am Wochenende im Vereinigten Königreich passiert ist, was beinahe passiert wäre und was hätte passieren können, ist eine sehr ernste Angelegenheit», sagte Rubio im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender Fox News. Er fügte hinzu: «Es handelt sich dabei ganz eindeutig um etwas, bei dem ein ausländischer Akteur seine Finger im Spiel hat. Auf die Einzelheiten werde ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher eingehen», so der Republikaner weiter.
Die Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz. Britischen Medien zufolge soll sich das von den Männern mitgeführte verdächtige Material jedoch nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt haben.
Die britischen Behörden hielten sich bislang mit Äusserungen zu den möglichen Hintergründen stark zurück und warnten vor voreiligen Schlüssen. Britische Medien hatten zuvor über eine Beteiligung des Irans spekuliert. Der Luftwaffenstützpunkt diente den USA im laufenden Konflikt als Ausgangspunkt für Angriff auf das Land.
Die iranische Botschaft in London wies die Spekulationen laut einer Stellungnahme entschieden zurück und verurteilt sie aufs Schärfste. Die Mutmassungen dienten «keinem anderen Zweck, als die antiiranische Propaganda im Vereinigten Königreich weiter anzuheizen», hiess es.
Die Festgenommenen sind laut Mitteilung britische Staatsbürger, zwischen 23 und 25 Jahren alt und haben einen Wohnsitz in der Hauptstadt London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt.
Die Festnahme erfolgte laut der Nachrichtenagentur PA, nachdem eine Anwohnerin den Notruf gewählt hatte, weil sie drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte.
US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag geäussert, die fünf Männer hätten «grossen Schaden» anrichten wollen. Die Festnahme sei grossartig gewesen, sagte Trump in Chicago. Der US-Präsident lobte dabei auch die Zusammenarbeit mit Grossbritannien. «Wir hatten sie schon lange im Blick und haben sie geschnappt», sagte er über die Verdächtigen. Vor Reportern am Montag zeigte sich Trump jedoch überrascht über die Freilassungen: «Ich bin überrascht, dass sie sie freigelassen haben. Ich hätte das nicht getan.»










