Neue Angriffe in der Ostukraine – Rotes Kreuz ist «sehr besorgt»

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    Der Konflikt in der Ostukraine spitzt sich weiter zu. In der Nacht zum Sonntag ist es zu weiteren Angriffen gekommen. Das Rote Kreuz zeigt sich besorgt.

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    Ein ukrainischer Soldat gestern Samstag im Konfliktgebiet. - AP Photo/Evgeniy Maloletka

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Nacht zum Sonntag haben Aufständische in der Ukraine mehrere Dörfer beschossen.
    • Auch die ukrainische Armee listet mehrere Verstösse gegen den geltenden Waffenstillstand.
    • Das Rote Kreuz sagt: «Wir sind sehr besorgt über die Entwicklungen in der Ostukraine.»

    Im Konfliktgebiet in der Ostukraine ist es in der Nacht zum Sonntag zu neuen Angriffen gekommen. Die Aufständischen in den Gebieten Luhansk und Donezk teilten am Morgen mit, seit Mitternacht seien mehrfach Dörfer beschossen worden.

    Auch die ukrainische Armee listete am Morgen mehrere Verstösse gegen den geltenden Waffenstillstand. Die jeweiligen Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Das Militär hatte bereits am Samstag von zwei getöteten Soldaten gesprochen. Nach Einschätzung internationaler Beobachter steigt die Zahl der Verletzungen des Waffenstillstands massiv.

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    Ukrainische Soldaten fahren Schützenpanzer nahe der Küste des Asowschen Meers im Ukraine-Krieg. - dpa

    In der Region Luhansk seien 975 Verstösse festgestellt worden, darunter 860 Explosionen, hiess es in einer Mitteilung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Nacht zum Sonntag. Für die Region Donezk wurden 591 Verstösse gemeldet, darunter 535 Explosionen. Diese Zahlen bezogen sich auf die Lage am Freitag.

    IKRK beklagt Trinkwasser-Wegfall

    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) beklagte zudem, dass durch Beschuss in den vergangenen Tagen mindestens zwei Pumpstationen im Gebiet Donezk ausgefallen seien. Diese versorgten mehr als eine Million Menschen mit Trinkwasser. «Wir sind sehr besorgt über die Entwicklungen in der Ostukraine», sagte Florence Gillette, Leiterin der IKRK-Delegation in der Ukraine. Sie appellierte an den Schutz der Bevölkerung bei Militäroperationen.

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    Ukrainische Soldaten im umkämpften Gebiet im Osten während des Ukraine-Kriegs. (Archivbild) - dpa

    In den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk unweit der russischen Grenze kämpfen seit 2014 vom Westen ausgerüstete Regierungstruppen gegen von Russland unterstützte Separatisten. UN-Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 14 000 Menschen getötet worden, zumeist im Separatistengebiet. Ein Friedensplan von 2015 unter deutsch-französischer Vermittlung wird nicht umgesetzt.

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