NATO

    Nato will an Ostflanke verstärkt auf Roboter-Systeme setzen

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Die Nato will an ihrer Ostflanke deutlich mehr Waffen und Munition lagern und zugleich eine neue Verteidigungszone mit Robotortechnik aufbauen. Wie ein ranghoher Offizier der «Welt am Sonntag» sagte, soll so vor allem die Abschreckung gegenüber Russland verbessert werden.

    Im Rahmen der Nato-Übung Trident Juncture 2018 sammelt ein deutscher Scharfschütze Munition.
    Der Fall von Munition kostete sechs Menschen das Leben. (Symbolbild) - dpa

    Das mehrstufige Verteidigungskonzept sieht den Angaben zufolge vor, den Vormarsch von Angreifern künftig zunächst mit Hightech aufzuhalten. Entlang der Grenze zu Russland und Belarus soll demnach ein Abschnitt entstehen, der vor allem mit Überwachung und ferngesteuerten oder teilautomatisierten Systemen geschützt wird – und den ein Gegner erst überwinden müsste, bevor er weiter vorrücken kann.

    Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando im türkischen Izmir, sagte der «Welt am Sonntag», die Überwachungstechnik entlang der Ostflanke werde aus Geräten bestehen, die am Boden, in der Luft, im Weltraum oder auch im digitalen Raum Daten sammeln. Diese Informationen sollten dann in Echtzeit möglichst allen Nato-Ländern zur Verfügung stehen. Genutzt werden könnten demnach feste und mobile Geräte – etwa Radarsysteme, akustische oder optische Sensoren – aber auch Daten von Satelliten, Drohnen und Aufklärungsflugzeugen.

    An den Grenzen selbst soll nach Lowins Darstellung ein Abschnitt entstehen, in dem Angreifer früh gestoppt oder ausgebremst werden sollen. Er bezeichnete diesen Bereich als «eine Art heisse Zone», deren Ziel es sei, einen feindlichen Vorstoss früh zu brechen. Dazu könnten etwa bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, Roboter sowie automatisierte Luftverteidigungssysteme genutzt werden. «Diese miteinander verbundenen Systeme sind darauf ausgelegt, den Feind schnell zu stellen, seine Handlungsmöglichkeiten zu brechen und ihm die Kampfkraft und Initiative zuverlässig zu nehmen», sagte Lowin.

    Zugleich betonte der Brigadegeneral, dass es keine Waffen ohne menschliche Entscheidung geben solle. Nach Einsatzregeln und ethischen Standards bleibe die Entscheidung über den Waffeneinsatz immer in menschlicher Verantwortung.

    Zur Vorablagerung von Material sagte Lowin, dies gebe es zwar bereits. In den Grenzstaaten würden nun aber «spürbar grössere Vorräte» aufgebaut. Dazu gehörten beispielsweise Waffen- und Munitionsdepots für die Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte.

    Letztere sollen nach Lowins Worten trotz der Automatisierung nicht weniger werden. «Nur mit unbemannten Systemen ist kein Gegner dauerhaft abzuschrecken oder zu stoppen», sagte er. «Am Ende heisst es immer: Soldaten gegen Soldaten.»

    Der offizielle Name des Konzepts lautet «Eastern Flank Deterrence Line», was übersetzt sinngemäss «Abschreckungslinie an der Ostflanke» heisst. Es berücksichtigt den Angaben Lowins zufolge auch die Erfahrungen der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland. Verantwortlich für die Umsetzung sind in erster Linie die Mitgliedstaaten.

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    Kommentare

    User #2241 (nicht angemeldet)

    Gute Beziehungen und Frieden mit Russland wären erheblich billiger und wesentlich wirkungsvoller, als einen westlichen "eisernen Vorhang"...

    User #1273 (nicht angemeldet)

    Nur noch lächrlich! Eine taktische Nuke und der ganze automatische Schrott ist auf 50Km lahmgelegt!

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