Nationalrat

    Nationalrat will Krankenkassen das Sponsern grosser Clubs verbieten

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Schweizer Krankenkassen sollen keine grossen Sportclubs mehr finanziell unterstützen dürfen. Der Nationalrat hat eine Motion angenommen, die das Sponsoring durch Kassen auf kleine und lokale Initiativen beschränken will.

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    Lorenzo Quadri (Lega(/TI). - keystone

    Mit 117 zu 71 Stimmen und mit 4 Enthaltungen stimmte der Nationalrat am Mittwoch der Motion von Lorenzo Quadri (Lega(/TI) zu, die eine Anpassung des Krankenversicherungsgesetzes verlangt. Kassen sollen demnach nur noch bewegungsfördernde Aktivitäten finanziell unterstützen dürfen. Nun hat sich der Ständerat dazu zu äussern.

    Dass Krankenkassen, die die Grundversicherung anböten, grosse Sportvereine sponserten, während die Prämien stiegen, stosse zunehmend auf Ablehnung, begründete Quadri die Motion. Es werde nicht verstanden, warum ihr Prämiengeld für Sportclubs mit Millionenbudgets verwendet werde.

    Der Bundesrat lehnt den Vorstoss ab. Sponsorengelder fielen bei den Kassen unter die Verwaltungskosten. Wie viel die Kassen für diese Form der Werbung ausgeben wollten, könnten sie selber festlegen. Der Gesetzgeber habe einen regulierten Wettbewerb der Kassen gewünscht. Ausserdem stellten sich Umsetzungsfragen.

    Kommentare

    User #2229 (nicht angemeldet)

    Ich wäre sehr dafür. Auch für ihre Prachtbauten und überflüssige, dafür hoch bezahlte Mitarbeiter geben Krankenkassen viel zu viel von den Versicherungprämien aus. Als gäbe es kein Morgen. Lobbyarbeit ist ein lukratives, aber unerwünschtes Geschäft unter dem die Versicherten zu leiden haben.

    User #3271 (nicht angemeldet)

    Ich habe einmal auf der Seite des Bundes gelesen das die zugelassen Krankenversicherungen nicht Gewinnorientierend arbeiten. Stimmt das?

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