Kriegsverbrechen in Syrien? Mann in Deutschland gefasst
In Deutschland ist ein Mann wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen in Syrien festgenommen worden. Er soll im Jahr 2015 als Teil einer oppositionellen Miliz vermeintliche Angehörige der syrischen Regierung des damaligen Langzeitherrschers Baschar al-Assad festgenommen und getötet haben.

Der syrische Staatsangehörige wird heute einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
Der Mann habe in Syrien zunächst den staatlichen Streitkräften angehört, sich aber spätestens 2012 als Kommandeur der oppositionellen Miliz angeschlossen, teilte die Bundesanwaltschaft, Deutschlands oberste Anklagebehörde, mit. Gemeinsam mit anderen nahm er demnach im Jahr 2015 drei angebliche Angehörige der syrischen Regierung fest.
«Die Gefangenen wurden gezwungen, Angriffe auf den Beschuldigten und andere Mitglieder seiner Miliz zu gestehen», heisst es weiter in der Mitteilung. Später habe der Beschuldigte sie hingerichtet, indem er ihnen jeweils in den Kopf geschossen habe.
Den Syrer wurde am Morgen in Neuwied im südwestdeutschen Bundesland Rheinland-Pfalz festgenommen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Kriegsverbrechen gegen Personen durch Tötung vor.






