Internationaler Polizeieinsatz gegen Nazi-Musik
Wegen der mutmasslichen Verbreitung volksverhetzender Nazi-Musik führt die Polizei in mehreren Teilen Deutschlands sowie in einigen anderen europäischen Ländern Durchsuchungen durch.

Die Räumlichkeiten von vier Beschuldigten in verschiedenen Bundesländern wurden durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Rostock und das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern mitteilten. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder einer rechtsextremistischen kriminellen Vereinigung zu sein.
Die Beschuldigten im Alter von 55, 52, 48 und 43 Jahren würden verdächtigt, sich spätestens 2020 dauerhaft zusammengeschlossen zu haben, «um im organisierten Zusammenwirken eine nationalsozialistische, antisemitische, rassistische und menschenverachtende Ideologie über die arbeitsteilige Herstellung und den Verkauf von Tonträgern mit volksverhetzenden Musikinhalten zu verbreiten».
Zudem gibt es den Angaben zufolge in sechs Bundesländern Durchsuchungen, die sich gegen insgesamt acht weitere Beschuldigte richten. Dabei gehe es um Volksverhetzungsdelikte im Zusammenhang mit den Tonträgerproduktionen der mutmasslich kriminellen Vereinigung.
Weitere Durchsuchungen unter anderem in Berlin finden den Angaben zufolge bei insgesamt zehn nicht tatverdächtigen Menschen aus dem näheren Umfeld der Beschuldigten statt. Auch in Estland, Italien, Polen und Tschechien finden demnach Durchsuchungen statt.
Festnahmen seien nicht geplant. Es gehe darum, bestehende Verdachtsmomente aufzuklären. Unter Leitung des LKA Mecklenburg-Vorpommern seien mehr als 390 Polizeikräfte der beteiligten Bundesländer, des Bundes und der anderen Staaten im Einsatz.










