Griechenland und USA vertiefen strategische Partnerschaft
Griechenland und die USA beabsichtigen, ihre strategische Zusammenarbeit weiter auszubauen. Dies erklärten US-Aussenminister Marco Rubio und sein griechischer Amtskollege Giorgos Gerapetritis in Athen.

«Das Bündnis mit Griechenland ist eine Quelle der Stabilität in einer instabilen Welt» der USA, sagte Rubio. Angesichts der Spannungen im östlichen Mittelmeer fügte er hinzu: «Wir wollen nicht, dass die Wiege der westlichen Zivilisation bedroht wird.» Der griechische Aussenminister Gerapetritis betonte: «Die griechisch-amerikanische Partnerschaft war noch nie so stark, tief und geschlossen».
Sie eröffneten den sechsten strategischen Dialog der beiden Nato-Staaten. Auf der Tagesordnung standen Verteidigung, regionale Sicherheit, Energie, Schifffahrt, Technologie, Handel und Investitionen.
Griechenland will weitere US-Waffen und Ausrüstung beschaffen, darunter Selbstschutzsysteme für 20 bestellte F-35. Im Energiebereich stand der sogenannte Vertikale-Korridor im Mittelpunkt. Über griechische LNG-Terminals gelangt US-Flüssiggas über Bulgarien und Rumänien nach Mittel- und Osteuropa. Zudem sollen Erdgasvorkommen vor der griechischen Küste erkundet werden. ExxonMobil und Chevron sind an Vorhaben südlich von Kreta beteiligt.
Am Abend wollte Rubio auf der Pnyx mit Blick auf die Akropolis eine Rede halten. Dort tagte in der Antike die Volksversammlung der Athener Demokratie. Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen will er für eine engere Zusammenarbeit des Westens angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen werben.
Beobachter sehen darin auch eine Gelegenheit für Rubio, vor dem Symbol der Demokratie sich mit Blick auf seine politische Zukunft zu profilieren. Er gilt als möglicher Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028.
Anschliessend trifft Rubio Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Themen sind der Nahe Osten, der Krieg in der Ukraine und das östliche Mittelmeer. Danach reist Rubio nach Portugal weiter.










