BVB Direktor wirft nach GPK-Kritik das Handtuch

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    Basel,

    Erich Lagler, BVB Direktor, verlässt das Unternehmen. Dies einen Tag nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts der Geschäftsprüfungskommission.

    BVB Direktor
    Erich Lagler tritt nach der scharfen Kritik durch die Geschäftsprüfungskommission des Basler Grossen Rats als Direktor der Basler Verkehrs-Betriebe zurück. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der BVB-Direktor Erich Lagler verlässt auf eigenen Wunsch den Betrieb.
    • Grund dafür soll nach veröffentlichen Berichten der Vertrauensverlust sein.
    • Lagler war seit 2014 bei den Basler Verkehrs-Betrieben.

    Erich Lagler verlasse das die Basler Verkehrs-Betriebe auf eigenen Wunsch, sagte BVB-Verwaltungsratspräsidentin Yvonne Hunkeler am Freitag vor den Medien. Sie bedauerte den Entscheid, zeigte dafür aber auch Verständnis. Sie habe mit Lagler gut zusammengearbeitet, sagte Hunkeler.

    Untersuchungsbericht wurde veröffentlicht

    Die GPK des Basler Kantonsparlaments hatte am Donnerstag ihren inzwischen dritten Untersuchungsbericht seit 2014 zu den kriselnden BVB veröffentlicht. Darin kamen neben Lagler auch der Verwaltungsrat sowie Regierungsrat Hans-Peter Wessels als Eignerverteter schlecht weg.

    Resultat sei nicht überraschend

    Der Verwaltungsrat nehme den Bericht zur Kenntnis, sagte die Verwaltungsratspräsidentin am Freitag. 90 Prozent der Themen, welche die GPK aufgenommen hat, seien für den Verwaltungsrat nicht neu.

    Vielmehr seien Themen wie überraschende Gleisschäden oder die ungenügende Mitarbeiterzufriedenheit aufgearbeitet und Massnahmen bereits eingeleitet. Deren Umsetzung werden strengstens überwacht, sagte die Verwaltungsratspräsidentin, die ihr Amt Anfang 2018 angetreten hatte.

    Nicht gelten lassen mochte Hunkeler den GPK-Vorwurf, die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat hätten die Prioritäten falsch gesetzt. «Gegen diesen Vorwurf wehren wir uns entschieden», sagte die Verwaltungsratspräsidentin. Die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit habe höchste Priorität.

    BVB Direktor nannte Vertrauensverlust als Grund

    Was BVB-Direktor Lagler betrifft, habe sich dieser bereits am Donnerstag nach der Lektüre des GPK-Berichts zum Rücktritt entschieden. Er habe diesen Schritt damit begründet, dass wichtige Anspruchsgruppen das Vertrauen in ihn offensichtlich verloren hätten.

    Der Verwaltungsrat, der just am Tag der Veröffentlichung des GPK-Berichts zu einer Sitzung zusammengetreten war, entband Lagler von seiner Arbeitspflicht. Nun soll mit höchster Priorität ein Rekrutierungsverfahren für die Nachfolge Laglers eingeleitet werden. Wer das Unternehmen interimistisch führt, ist noch offen.

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