Spitäler fordern nach Prämienanstieg bessere Voraussetzungen
Der Spitalverband H+ hat als Reaktion auf den angekündigten Anstieg der Krankenkassenprämien um durchschnittlich 5 Prozent bessere Voraussetzungen gefordert. Anstelle von kurzfristigem Spardruck wünscht sich der Verband eine konsequente Weiterentwicklung hin zu einer vernetzten und ambulanten Versorgung.

Die Spitäler und Kliniken leisteten bereits einen wesentlichen Beitrag zur Kostendämpfung, machte der Verband H+ am Dienstag in einer Mitteilung geltend. Sie verlagerten Behandlungen in den ambulanten Bereich, bündelten Angebote und bauten regionale Versorgungsnetzwerke auf.
Der medizinische Fortschritt trage zu einer hochstehenden Gesundheitsversorgung bei, führe aber auch zu steigenden Kosten. Deshalb sei es wichtig, die vorhandenen finanziellen und personellen Mittel möglichst wirksam einzusetzen.
«Wer das Kostenwachstum nachhaltig dämpfen will, muss die Transformation hin zu einer ambulanten und regional vernetzten Versorgung ermöglichen», liess sich Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer in der Mitteilung zitieren.
Diese Entwicklung werde jedoch durch nicht kostendeckende Tarife im ambulanten Bereich gebremst. H+ fordert deshalb sachgerechte Tarife, die eine effiziente Leistungserbringung abbildeten. Weitere Tarifsenkungen oder neue gesetzliche Eingriffe würden die Ambulantisierung bremsen.
H+ ist der nationale Verband der öffentlichen und privaten Spitäler und Kliniken der Schweiz. Ihm gehören gemäss eigenen Angaben 218 Spitäler und Kliniken aus den Bereichen Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation an über 500 Standorten an.






