Schweizer Armee

    Kritik an obligatorischem Armee-Orientierungstag für Frauen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Frauen sollen künftig den Orientierungstag für Armee und Zivilschutz besuchen. Der Bundesrat will so mehr Frauen für freiwillige Dienste gewinnen. Während linke Parteien das Obligatorium ablehnen, wird es von der Mitte begrüsst. Die GLP reagiert indes verhalten.

    Der Bund will für einen höheren Frauenanteil in der Armee den Orientierungstag auch für Schweizerinnen obligatorisch machen. (Archiv)
    Der Bund will für einen höheren Frauenanteil in der Armee den Orientierungstag auch für Schweizerinnen obligatorisch machen. (Archiv) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

    Künftig soll der Orientierungstag in der Armee auch für Frauen obligatorisch werden; die Vernehmlassung zur nötigen Verfassungsänderung endete am Samstag. Der Bundesrat wolle damit die Chancengleichheit stärken, damit Frauen informiert über einen freiwilligen Dienst entscheiden können, sagte Verteidigungsminister Martin Pfister vorab.

    Die SP Schweiz und die Grüne Partei lehnen das Obligatorium ab. Sie verweisen auf strukturelle Probleme in der Armee, insbesondere beim Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt. Die Mitte unterstützt die Vorlage, während sie die Grünliberalen «mutlos» finden. Der Vorschlag löse weder das Alimentierungsproblem, noch liessen sich so mehr Frauen für die Armee gewinnen. Die Kantone äusserten Sorgen wegen der zu erwarteten Mehrkosten.

    Kommentare

    User #5379 (nicht angemeldet)

    Das Milizsystem abschaffen und eine anständige Berufsarmee machen mit fähigen Leuten an der Spitze, die wissen was sie tun.

    User #1378 (nicht angemeldet)

    Allgemeine Dienstpflicht abschaffen. Anstelle der Dienstpflicht eine obligatorische Ersatzabgabe einführen. 10% des Bruttoeinkommens vom 20. bis zum 40. Altersjahr. Das entspricht 2 Jahresgehältern, verteilt über 20 Jahre. Für alle. Männchen, Weibchen, Ausländer. Wer nicht bezahlen will und lieber Dienst leisten möchten kann sich darum bewerben, falls er die Voraussetzungen dafür erfüllt. Alle Probleme gelöst. Wir werden genug Personal in der Armee haben und die Armee wird ausreichend finanziert sein.

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