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    Bundesrat sieht Vor- und Nachteile einer Elternzeit

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    Bern,

    Der Bundesrat steht der Einführung einer Elternzeit ambivalent gegenüber und fordert eine Klärung der Ziele für eine aussagekräftige Kosten-Nutzen-Analyse.

    Elternzeit
    Zur Einführung einer Elternzeit äussert sich der Bundesrat ambivalent und fordert eine Klärung der Ziele, um eine aussagekräftige Kosten-Nutzen-Analyse zu ermöglichen. (Archivbild) - dpa

    Der Bundesrat steht der Einführung einer Elternzeit ambivalent gegenüber. Eine aussagekräftige Kosten-Nutzen-Analyse sei erst möglich, wenn die Ziele eines Elternurlaubs geklärt seien. Das erfordere einen politischen Prozess.

    Die Landesregierung hat am Mittwoch einen Forschungsbericht zum Thema zur Kenntnis genommen und ihre Schlussfolgerungen daraus gezogen. Demnach können Elternzeitmodelle verschiedene positive und negative Auswirkungen haben.

    So könne eine Elternzeit die Vereinbarkeit von Familienleben und Erwerbstätigkeit verbessern und für die Gesundheit der Mütter oder die Entwicklung der Kinder von Vorteil sein. Demgegenüber führe Elternzeit unter anderem zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf und damit – je nach Finanzierungsform – etwa zu höheren Lohnnebenkosten.

    Bundesrat prüft Elternzeitmodelle

    Der Bundesrat schreibt, dass die konkrete Ausgestaltung eines Elternzeitmodells eine zentrale Rolle spiele. Gemäss Analyse hat das variable Elternzeitmodell – bei dem ein Teil der Elternzeit frei unter den Eltern aufgeteilt werden kann – weniger starke negative Auswirkungen auf das Einkommen des anderen Elternteils und sorgt für geringere Lohnnebenkosten als das paritätische Modell – bei dem beide Elternteile gleich lang Urlaub beziehen. Dagegen wirkt sich das paritätische Elternzeitmodell positiver auf die Erwerbsbeteiligung der Mütter aus.

    Der Bericht soll laut dem Bundesrat als Grundlage dienen für die Diskussion über die Ausgestaltung einer allfälligen Elternzeit in der Schweiz. Aktuell haben erwerbstätige Mütter in der Schweiz Anspruch auf einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub, während der andere erwerbstätige Elternteil nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub beziehen kann.

    In der Schweiz gab es bisher auf nationaler Ebene keine politische Mehrheit für eine Elternzeit. Vor wenigen Wochen hat aber die zuständige Ständeratskommission signalisiert, das Vorhaben vertieft prüfen zu wollen. Es müsse eine pragmatische Lösung gefunden werden, die finanziell tragbar sei, lautete der Tenor. Auch eine nationale Volksinitiative zum Thema soll demnächst lanciert werden.

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    Kommentare

    User #6350 (nicht angemeldet)

    Das Ziel der Initiative ist es, dass eine neue arbeitsfreie Familienzeit von jeweils 18 Wochen für beide Elternteile eingeführt wird. Diese Regelung würde den aktuellen Mutterschaftsurlaub von 14 auf 18 Wochen und den Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen auf ebenfalls 18 Wochen erhöhen. Und wer bezahlt das? Die Steuerzahler und Arbeitgeber! Die Steuerzahler bezahlen übrigens auch die von Linksgrünmitte geforderten Kita-Subventionen. Eltern, die ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren selbst betreuen wollen, weil sie das für ihre Kinder als besser, nachhaltiger und gesünder empfinden, gehen hier leer aus. Eine Ungerechtigkeit, die es ebenso zu verhindern gilt wie diese zusätzliche Elternzeitaufstockung. Denn Väter, die sich um ihre Kinder kümmern, tun das auch jetzt bereits. Und jene Väter, die darin kein Bedürfnis sehen, kann man auch mit einer staatlich verordneten Elternzeit nicht dazu bringen. Liebevolle Väter benutzen übrigens jeweils ihre normalen Ferien zur „Elternzeit“.

    User #5032 (nicht angemeldet)

    es ändert nichts, auch wenn Kinder glücklich machen können steckt man als Rentner in der Armutsfalle

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    Abgelehnt

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