Bewilligungen für präventive Wolfsabschüsse stark gestiegen
Das Bundesamt für Umwelt hat zu Beginn des Herbstes 2026 mehr Bewilligungen für präventive Wolfsabschüsse erteilt als im gleichen Zeitraum letztes Jahr. Für 39 Rudel liegt ein rechtskräftiger Bewilligungsentscheid vor. 2025 waren es noch 22 Rudel.

Rechnet man den derzeit in Prüfung befindlichen Antrag aus dem Wallis für das Vallon de Réchy hinzu, liegen laut der Webseite des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) Anträge für 40 Rudel vor.
Dieser sprunghafte Anstieg der Bewilligungen lässt sich teilweise durch eine Änderung der Jagdverordnung erklären. Die vom Bund beauftragte Stiftung Kora teilte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, dass «das Bafu nun eine Bewilligung zur Regulierung von Wolfswelpen erteilen kann, noch bevor deren Anwesenheit bestätigt wurde». Jungwölfe dürfen jedoch erst abgeschossen werden, wenn ihre Anwesenheit nachgewiesen wurde, so eine Bafu-Sprecherin.
Laut Bafu liegt der Grund für mehr Gesuche für Teilregulationen darin, dass es in der Schweiz insgesamt mehr Wolfsrudel gebe.






