Studios verzichten auf Kinostarts in Russland

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    USA,

    Auch Hollywood positioniert sich im Ukraine-Krieg: Mehrere Studios haben angekündigt, ihre Filme nicht mehr in Russland in die Kinos bringen zu wollen - zumindest vorerst.

    Robert Pattinson und Zoe Kravitz bei der Premiere von «The Batman» in London. Foto: Joel C Ryan/Invision/AP/dpa
    Robert Pattinson und Zoe Kravitz bei der Premiere von «The Batman» in London. Foto: Joel C Ryan/Invision/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mehrere US-Studios haben angesichts des russischen Einmarschs in die Ukraine angekündigt, vorerst keine Filme mehr in russische Kinos zu bringen.

    Russlands «grundlose Invasion» und die «tragische humanitäre Krise» begründeten diesen Schritt, teilte ein Sprecher der Walt Disney Company mit.

    Unter anderem ist laut Mitteilung der Pixar-Film «Turning Red» (deutscher Titel: «Rot») davon betroffen, der noch im März erscheinen soll. Zukünftige Geschäftsentscheidungen würden von der Entwicklung der Lage abhängen, hiess es. Der Konzern werde mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, um Flüchtlingen zu helfen.

    Auch das Paramount-Studio teilte mit, Filmstarts «pausieren» zu lassen, wie das Branchenblatt «Variety» berichtete. Unter anderem handele es sich dabei um die Action-Komödie «The Lost City - Das Geheimnis der verlorenen Stadt» mit Sandra Bullock, Channing Tatum, Daniel Radcliffe und Brad Pitt, der in einigen Wochen in die Kinos kommen soll, sowie um die Komödie «Sonic the Hedgehog 2». «Wir werden die Situation weiter beobachten», wurde ein Sprecher des Studios zitiert.

    Auch Sony und Warner Bros. hatten bereits ähnliche Massnahmen angekündigt - unter anderem für den Science-Fiction-Film «Morbius» und den neuen «Batman»-Film mit Robert Pattinson. US-Medienberichten zufolge machen die Ticket-Verkäufe in Russland durchschnittlich etwa rund drei Prozent der internationalen Bilanz aus.

    Filmfestspiele Cannes schliessen russische Delegationen aus

    Auch Cannes hat reagiert: Die Internationalen Filmfestspiele schliessen die russischen Delegationen vorerst von der Teilnahme im Mai aus. Dies gelte, solange der Angriff Russlands nicht unter Bedingungen eingestellt werde, die das ukrainische Volk zufrieden stellten, teilte die Festivalleitung mit. Das treffe auch für Einrichtungen zu, die mit der russischen Regierung in Verbindung stehen.

    In der Pressemitteilung würdigt das Festival den Mut all jener, die in Russland das Risiko eingehen, gegen die Aggression und den Einmarsch des Landes in die Ukraine zu protestieren. Das Filmfestival findet dieses Jahr vom 17. bis 28. Mai statt.

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