Reportage über Menschen und Minihäuser

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    Ein Schüler, eine vierköpfige Familie und eine Theaterpädagogin: Mit «Der Traum vom kleiner Wohnen» zeigt das ZDF eine Doku über Menschen mit einer grosse Vision vom kleinen Leben.

    Florians Grosseltern sind begeistert vom Tiny House und dem Können ihres Enkels. Foto: Broka Hermann/ZDF/dpa
    Florians Grosseltern sind begeistert vom Tiny House und dem Können ihres Enkels. Foto: Broka Hermann/ZDF/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Quadratisch, praktisch, gut - das ist das Versprechen, das ein Tiny House mit sich bringt.

    Doch die «37 Grad»-Dokumentation «Der Traum vom kleiner Wohnen» am Dienstag (1.3., 22.15 Uhr im ZDF) zeigt: Leben auf nur wenigen Quadratmetern, dafür braucht es mehr als Ideale.

    Der Film begleitet einen Schüler, eine vierköpfige Familie und eine Theaterpädagogin dabei, wie sie an ihrem Traum vom Tiny House (Minihaus) arbeiten. Gezeigt wird, woher der Wunsch zur Verkleinerung kommt, mit welchem Einsatz die Protagonistinnen und Protagonisten dabei sind. Wie Visionen Gestalt annehmen - und wie sie platzen.

    Florian ist 12, als er sich im Rahmen eines Schulprojekts mit Nachhaltigkeit befasst und zu dem Entschluss kommt, sich ein kleines Haus auf Rädern nach amerikanischem Vorbild bauen zu wollen. «Dieses kleine Leben heisst auch, dass du deinen Konsum reduzierst - und das kann man im Tiny House ideal umsetzen», sagt er. Weniger Raum, weniger Kram. Zwei Jahre und 20 000 Euro später ist es soweit: das Schulprojekt ist fertig - und damit auch Florians Wohnraum in spe.

    Angelina sieht das Potenzial für locker 1000 Mikrohäuser - auf Esslingens Garagendächern. «Dann hätte so eine Garage auch Existenzberechtigung - wenn sie auch noch Lebensraum schafft», ist sie überzeugt. Doch den Funken in den Stadtrat zu tragen, ist gar nicht so leicht. Sie selbst muss bald aus ihrer Wohnung raus - rein in ein Tiny House?

    Michael und seine Frau leben mit ihren beiden Kindern bereits auf 36 Quadratmetern. Kinderzimmer, Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer - alles nah beieinander, nicht durch Wände und Türen voneinander getrennt. Das ist nachhaltig, spart Geld und Zeit. Doch es ist auch «eine Herausforderung» - die am Ende aus vier Menschen im Minihaus drei macht. Der von der Frau verlassene Papa Michael ist trotzdem überzeugt vom Konzept - «überzeugt, dass es auch was Gutes ist».

    Die These des Doku-Autors und Regisseurs Broka Herrmann: «Etwas Gutes schon. Aber für manche ist das Abenteuer wohl zu gross.»

    Die Doku-Reihe «37 Grad» beschäftigt sich nicht das erste Mal mit Menschen, die abseits der Wohnnorm leben. Mit Florian, Angelina und Michael zeigt der Film drei Beispiele, was Tiny-House-Besitzer an- und umtreibt und wie es sich in einem Minihaus lebt.

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