Judith Bach erhält den Salzburger Stier 2027

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Kabarettistin Judith Bach ist mit dem Salzburger Stier 2027 für die Schweiz ausgezeichnet worden. Sie wird für ihre Bühnenkunst und ihre von der Sängerin Claire Waldoff inspirierte Figur «Claire» geehrt.

    Judith Bach mit «Claire alleene»
    Judith Bach ist mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet worden. - zvg

    Judith Bachs Bühnenfigur «Claire» tritt in einem Kostüm auf, das an einen Clown erinnert. Sie trägt einen rutschenden Rock sowie eine rote Krawatte und hat abstehende Haare, als hätte sie an eine Steckdose gefasst, heisst es auf der Website des Salzburger Stiers. Die Figur ist von der deutschen Volkssängerin Claire Waldoff aus den 1920er-Jahren inspiriert. Bach ist Absolventin der Scuola Dimitri.

    Die in Berlin geborene Bach verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Südafrika. Sie arbeitete unter anderem als Barpianistin in Sardinien. Ihre Karriere begann die Künstlerin 2006 im Duo «Luna-Tic» zusammen mit der Schauspielerin und Sängerin Stéfanie Lang. Gemeinsam erarbeiteten sie fünf Bühnenproduktionen.

    Der Tod ihrer Grossmutter gab den Anstoss für Bachs Solo-Karriere. Daraus entstanden drei Programme, in denen sie Erzählung, Lieder und gesellschaftskritische Pointen verbindet. Ihr erstes Soloprogramm 2018 trug den Namen «Aus lauter Lebenslust».

    Der Salzburger Stier wird seit 1982 jedes Jahr an Kabarettistinnen und Kabarettisten, an Satirikerinnen, Comedians und Slam-Poeten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich verliehen. Die Auszeichnung wird von den öffentlichen Rundfunkanstalten SRF, ORF, ARD und RAI Südtirol gemeinsam verliehen. Damit lässt sich der Stier auch als eine der grössten Radio-Koproduktionen im Bereich Unterhaltung betrachten. Der Preis ist mit je 6000 Euro oder umgerechnet rund 5640 Franken dotiert.

    Den Salzburger Stier für Österreich gewann Berni Wagner und für Deutschland die Band Suchtpotenzial. Zusammen mit Bach erhalten sie ihre Auszeichnung am 7. und 8. Mai in Meiningen in Deutschland. Die diesjährige Preisverleihung fand in Meran im italienischen Südtirol statt.

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