Dolly Parton: Team flüchtet vor Neffe aus Büro
Mitarbeitende von Dolly Partons Management-Firma sind aus Angst vor deren Neffen Bryan Seaver aus dem Büro geflüchtet. Er soll ihnen mit Gewalt gedroht haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Angestellte von Dolly Partons Firma flüchteten aus Angst vor deren Neffe aus dem Büro.
- Seaver soll sich selbst als «internationalen Waffenhändler» und «Killer» bezeichnet haben.
- Partons langjähriger Manager Donny Nozell beantragte eine Verfügung gegen ihn.
Mitarbeitende von Dolly Partons (†80) Management-Firma «She's Alive, LLC.» sollen aus Angst vor deren Neffen Bryan Seaver das Büro verlassen haben.
Wie aus neuen Gerichtsdokumenten hervorgeht, wurde für die Angestellten mittlerweile sogar privater Sicherheitsschutz organisiert – auch für deren Zuhause.
Laut den am Dienstag eingereichten Unterlagen, über die «Page Six» berichtet, habe Partons Nachlassanwältin ihr Mandat niedergelegt. Weitere Mitarbeitende hätten gekündigt, einige seien schlicht nicht mehr zur Arbeit erschienen.
Die Firma spricht von einer «anhaltenden operativen Lähmung» und erklärt, sie könne Partons Vermächtnis nicht verwalten, solange Angestellte und Geschäftspartner Angst vor Seaver hätten.
«Ich bin ein Killer»
Seaver, der kürzlich als langjähriger Sicherheitschef entlassen wurde, soll sich in Textnachrichten selbst als «internationalen Waffenhändler und Söldner» bezeichnet haben.
In einer Nachricht an Partons langjährigen Unterhaltungsanwalt schrieb er demnach wörtlich: «Ich bin kein Entertainment-Mensch. Ich bin ein Killer.»

Nach Partons Tod im August soll Seaver zudem gedroht haben, «die gesamte Marke zu zerstören» und jede beteiligte Institution zu sabotieren. Wörtlich soll er gewarnt haben: «Jeder sollte sich Sorgen machen, was ich tun könnte.»
Manager wirft Seaver Erpressung vor
Donny Nozell, der seit über 20 Jahren als Partons Manager tätig ist, hatte bereits am Dienstag eine einstweilige Verfügung gegen Seaver beantragt. Er wirft ihm vor, unter Berufung auf seine angebliche Erfahrung als Militärunternehmer sowie seinen Zugang zu Waffen Geld von ihm zu erpressen. Die Drohungen hätten bereits wenige Wochen vor Partons Tod begonnen.
Seaver weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber «TMZ» erklärte er, die Nachrichten seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er stehe zu den meisten seiner Aussagen, diese seien jedoch keine Drohungen gewesen. Es habe sich um private Gespräche zwischen ihm und Nozell gehandelt, den er als Freund betrachtet habe – beide seien zum Zeitpunkt der Nachrichten in Trauer gewesen.

Auch die Entlassung als Sicherheitschef kommentierte Seaver scharf und liess über sein Team ausrichten, man lasse sich nicht einschüchtern von jenen, die aus seiner Sicht in böser Absicht handelten, um vom Leben einer Person zu profitieren, die selbst so viel gegeben habe.
Neffe verkündete Partons Tod öffentlich
Seaver, Sohn von Partons Schwester Cassie, hatte den Tod der Country-Ikone am 25. August in einem Instagram-Video publik gemacht. Er sei seit über zwei Jahrzehnten ihr Sicherheitschef gewesen – eine Rolle, die zuvor sein Vater Larry innehatte.
Die Ankündigung sei etwas gewesen, worum Dolly ihn Jahre zuvor gebeten habe, lange bevor er die Tragweite davon habe begreifen können. Drei Tage nach ihrem Tod nahm Seaver gemeinsam mit rund einem Dutzend enger Angehöriger an der Trauerfeier in Nashville teil.












