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    SRF: Darum trägt Angélique Beldner in der «Tagesschau» keine Zöpfe

    Lina Schlup
    Lina Schlup

    Zürich,

    Angélique Beldner trägt bei «1 gegen 100» Zöpfe. Gegenüber Nau.ch erklärt die SRF-Moderatorin, warum sie für die «Tagesschau» zu ihrer alten Frisur zurückkehrt.

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    Angélique Beldner trägt in «1 gegen 100» Braids. - SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angélique Beldner moderiert auf SRF «1 gegen 100» und die «Tagesschau» am Mittag.
    • Auffällig: Im einen Sendeformat trägt sie Braids, im anderen nicht.
    • Gegenüber Nau.ch erklärt die Bernerin, warum.

    Für die aktuelle Staffel der SRF-Quizshow «1 gegen 100» zeigt sich Angélique Beldner (47) im neuen Look. Die Bernerin trägt ihre Haare in sogenannten Braids – eine Frisur, die vor allem mit schwarzer Kultur verbunden wird.

    Fürs Schweizer Fernsehen ein Meilenstein: In der Sendung «Reporter» von 2020 erzählte Beldner noch von ihren Erfahrungen mit Rassismus in der Schweiz. Dazu gehörte auch, dass ihr Arbeitgeber SRF ihr vor 17 Jahren erst eine Abfuhr gab. Damals liess man sie durch die Blume wissen: «Die Schweiz ist noch nicht bereit für eine schwarze ‹Tagesschau›-Moderatorin.»

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    Angélique Beldner trug bei ihrer ersten Moderation für SRF ihre Haare straff nach hinten gekämmt. - SRF

    Zudem band die heute 47-Jährige ihre Haare bei ihrer ersten SRF-Moderation straff zurück, damit man ihre Locken nicht sah. Damals war die Regel: Haare wie auch Kleider sollten nicht zu sehr vom Inhalt ablenken.

    Wünschen Sie sich mehr Individualität von SRF-Moderatoren?

    «Bei SRF hatte niemand was dagegen»

    Heute ist das anders. Auf die Frage, warum sie sich nun für Braids entschieden hat, erklärt Beldner gegenüber Nau.ch: «Ich hatte einfach Lust dazu. Und bei SRF hatte niemand etwas dagegen.» Haare und Make-up würden immer in Absprache mit dem Sender erfolgen und seien auf die entsprechenden Sendeformate abgestimmt.

    Beldner glaubt: Früher sei nicht nur das Fernsehen, sondern die Gesellschaft im Allgemeinen noch «zurückhaltender» gewesen, was die Individualität betrifft. «Heute fühle ich mich frei, meine Haare so zu tragen, wie ich mich damit wohlfühle.»

    Zudem ist sie der Überzeugung, dass es für Kinder und Jugendliche wichtig ist, zu sehen, dass man auch mit Afro-Haaren oder Braids im Fernsehen moderieren kann.

    In «Tagesschau» wieder alte Frisur

    Auffällig: In der «Tagesschau» am Mittag trägt die 47-Jährige dann aber wieder ihre alte Frisur.

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    In der Tagesschau trägt Angélique Beldner wieder ihre alte Frisur. - SRF

    Dürfen die Braids etwa nicht in eine News-Sendung? Angélique Beldner winkt ab.

    Für die unterschiedlichen Frisuren gebe es eine einfache Erklärung. «Bei ‹1 gegen 100› machen wir jeweils eine Staffelproduktion, das heisst, wir zeichnen gleich mehrere Sendungen innerhalb weniger Tage auf.» Während dieser Aufzeichungsphase im März habe sie die Braids getragen, danach wollte sie wieder zurück zur anderen Frisur.

    Dass man sie mit Zöpfen in der «Tagesschau» zu sehen kriegt, schliesst sie also nicht aus: «Wer weiss – vielleicht habe ich irgendwann wieder mal Lust auf Braids.»

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