Stadt Zürich

Zürich: Weniger Verkehrsunfälle – mehr Verletzte im Jahr 2025

Kantonspolizei Zürich
Kantonspolizei Zürich

Zürich,

Im Jahr 2025 wurden in der Stadt Zürich 4714 Verkehrsunfälle polizeilich registriert. Das ist der tiefste Stand der vergangenen zehn Jahre.

Oberengstringen ZH
Ein Auto der Kantonspolizei Zürich (Symbolbild). - Kantonspolizei Zürich

Die Anzahl polizeilich gemeldeter Verkehrsunfälle sank im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr erneut von 4993 auf 4714. Dabei verunfallten jedoch mehr Personen als in den vergangenen Jahren: 1278 Personen wurden leicht und 196 Personen schwer verletzt.

Fünf Personen starben bei Verkehrsunfällen – halb so viele wie im Vorjahr. Die Zunahme der Verunfallten betraf neben Fussgänger*innen auch Lenkende und Mitfahrende in Personenwagen, Nutzer*innen des öffentlichen Verkehrs sowie E-Trotti-Fahrende.

Velo und E-Trotti: konstante Unfallzahlen, mehr Schwerverletzte

Im Jahr 2025 verunfallten 510 Velo- und E-Bike-Fahrende, nahezu gleich viele wie im Jahr 2024 (508). Allerdings stieg die Zahl der Schwerverletzten von 61 auf 76. Gemäss den städtischen Messstellen waren im Jahr 2025 wiederum mehr Velofahrer*innen unterwegs als im Vorjahr.

velofahrer
Ein beschädigtes Velo am Strassenrand. (Symbolbild) - keystone

Das deutet darauf hin, dass das Risiko, auf dem Velo zu verunfallen, insgesamt gesunken ist. 31 Prozent der verunfallten Velofahrer*innen (159 von 510) waren auf einem E-Bike unterwegs. Zu den verunfallten Velofahrenden kamen 94 Verunfallte auf E-Trottis hinzu. Auch auf E-Trottis haben sich mehr Personen schwer verletzt als im Vorjahr.

Für einen sicheren Veloverkehr hat die Stadt auch im Jahr 2025 rund 60 Massnahmen im Strategie-Schwerpunkt «Sicher Velofahren» umgesetzt. Schwachstellen der Infrastruktur wurden saniert und die Öffentlichkeit für die Anliegen des Veloverkehrs sensibilisiert – beispielsweise durch das digitale Velotraining «Level Up Your Ride» mit bereits 1700 Teilnehmenden aus der Stadt Zürich: Externer Link:levelupyourride.ch.

Fussgänger*innen: Anstieg der Verunfallten

Die Anzahl verunfallter Fussgänger*innen sowie Nutzer*innen auf fahrzeugähnlichen Geräten wie Skateboards stieg von 190 Personen auf 213. Der Anstieg betraf fast nur leichte Verletzungen. Leider verstarben zwei Fussgänger*innen bei Kollisionen mit einem Tram.

Fussgängerstreifen
Menschen schreiten über einen Fussgängerstreifen. (Symbolbild) - keystone

In der Präventionskampagne «Street Smart Zürich» der Verkehrsbetriebe Zürich, der Stadtpolizei Zürich sowie der Dienstabteilung Verkehr zeigt der «Züri-Leu» Leo Sicuro den Fussgänger*innen, dass das Tram immer Vortritt hat, und sie sich nicht durch Kopfhörer und Smartphone ablenken lassen sollen. Die Kampagne «Street Smart Zürich» wird auch im Jahr 2026 mit weiteren Präventionsbotschaften an verschiedene Verkehrsteilnehmende fortgesetzt.

Kinder auf dem Schulweg: erneut tiefe Unfallzahlen

Von den rund 30 000 Kindern, die in der Stadt Zürich täglich zu Fuss zur Schule gehen, haben sich im Jahr 2025 16 Kinder im Strassenverkehr verletzt – das ist ein Kind mehr als im Vorjahr.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Sicherheitsmassnahmen an Schulwegen umgesetzt und dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich der Verkehrssicherheit auf Schulwegen widmet. Die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg wird in der Planung, der Projektierung und im Betrieb des Stadtraums und der Strassen hoch priorisiert.

Schwerpunktthema: städtische Prävention gegen Raserdelikte

Im vergangenen Jahr nahm die Anzahl Verkehrsunfälle ab, während die Anzahl der Schwerverletzten stieg. Überhöhte Geschwindigkeiten können einen entscheidenden Einfluss auf die Unfallfolgen haben. Raserdelikte führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Kollisionen, bei denen die Beteiligten, aber auch Unbeteiligte schwer verletzt oder getötet werden.

Die Stadtpolizei macht in ihrer Präventionsarbeit auf das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern und die Konsequenzen für die Beteiligten aufmerksam unter stadt-zuerich.ch/raserdelikte.

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Kommentare

Huldrych Ammann

Die Aktivistenden von Via Sicura haben erforscht, dass bei einer flächendeckenden Höchstgeschwindigkeit von 10km/h (für alle Verkehrsteilnehmd*innen) die Anzahl der Totenden von fünf auf (gerundet) bis zu vier gesenkt werden könnte. Eine Initiative mit der SP ist in Vorbereitung.

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