Wohnsiedlung Letzi zieht positive Bilanz
Sechs Monate nach dem Bezug fällt die Bilanz der Wohnsiedlung Letzi in Zürich positiv aus. Das Projekt verbindet gemeinnützigen Wohnungsbau und Klimaschutz.

Wie die Stadt Zürich mitteilt, stellt die Wohnsiedlung Letzi in Zürich-Altstetten mit ihren 265 Wohnungen, einem Doppelkindergarten sowie Flächen für Gewerbe, Büros und Ateliers einen Meilenstein für den gemeinnützigen Wohnungsbau der Stadt Zürich dar. Sie ist die erste gemeinnützige Wohnsiedlung mit Hochhausanteil, bei der die Vorgaben der kantonalen Wohnbauförderung eingehalten werden.
Die Kosten für den Neubau bewegen sich innerhalb des Ausführungskredits von 135,9 Millionen Franken. Entwickelt wurde das ehemalige SBB-Areal in erstmaliger Kooperation gemeinsam von der Stiftung Alterswohnungen, der Stiftung Familienwohnungen sowie Liegenschaften Stadt Zürich.
Sechs Monate nach Bauabschluss und Bezug der Wohnungen ziehen die Bauträgerinnen eine positive Bilanz: die Siedlungsgemeinschaft wächst nicht zuletzt dank der baulichen Qualität und dem Siedlungscoaching nach und nach zusammen. Die beiden Gemeinschaftsräume und öffentlichen Siedlungsaussenräume bieten beliebte Begegnungsorte für Menschen aller Generationen und schaffen Wegverbindungen und Orte zum Verweilen fürs Quartier.
Auch das partizipative Kunst-und-Bau-Projekt «New Earth» von Pawel Althamer trägt zur Stärkung der Siedlungsgemeinschaft bei. Bereits im Juni 2026 fand ein erster Workshop mit den Bewohner statt. Die Begegnungen, Gespräche und gemeinsamen Erfahrungen dieses Workshops bilden die Grundlage für eine neue Skulptur, die als Ausdruck der Gemeinschaft den Bewohner gewidmet ist.
Architektur schafft Raum für Gemeinschaft
Zwischen der stark frequentierten Hohlstrasse und dem offenen Gleisfeld gelegen, stellte das Areal aufgrund seiner Lage hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Grundlage des Projekts war ein vom Amt für Hochbauten durchgeführter Architekturwettbewerb, den «Gutschoep Architektur» gemeinsam mit «Neuland ArchitekturLandschaft» im Jahr 2016 für sich entscheiden konnten.
Das städtebauliche Konzept mit dem mäandrierenden achtgeschossigen Baukörper und mit einem 24-geschossigen Hochhaus als Abschluss überzeugt auch im Betrieb. An der Strassenkreuzung Hohlstrasse/Flurstrasse vor dem zurückversetzten und 70 Meter hohen Hochhaus befindet sich der Rosa-Luxemburg-Platz, der als öffentlicher Ort rege genutzt wird.
Ein zweigeschossiger Durchgang verbindet den Rosa-Luxemburg-Platz mit dem ruhigeren Wohnhof und vernetzt das Quartier mit der weiten Gleislandschaft. Bei der Gestaltung der Fassade und den vielfältigen Wohnungen wurde bewusst auf die Langlebigkeit der eingesetzten Materialien geachtet.
Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Zürich
Zur Reduktion des Energiebedarfs im Betrieb wurde die Überbauung im Minergie-P-ECO-Standard erstellt. Eine Photovoltaikanlage produziert erneuerbare Energie direkt vor Ort.
Die Dachbegrünungen fördern die Biodiversität und sind auf die ökologischen Bedingungen des angrenzenden Bahnareals abgestimmt. Zusätzlich wurden im Wohnhof und auf dem Rosa-Luxemburg-Platz insgesamt 39 neue Bäume gepflanzt.
Die Wohnsiedlung Letzi zeigt damit, wie gemeinnütziger Wohnungsbau, ökologische Verantwortung und hohe städtebauliche Qualität erfolgreich miteinander verbunden werden können.






