Stadt Zürich

    Erkrankung des Gorillaweibchens Mawimbi geklärt

    Zoo Zürich
    Zoo Zürich

    Zürich,

    Die Untersuchungsresultate zur schweren Erkrankung Mawimbis liegen vor.

    Mamitu
    Mamitu mit ihrem Jungtier Mawimbi im Juli 2012. - Zürich Zoo

    Das am 21. April verstorbene Gorillaweibchen litt an einer akuten Gehirnentzündung.

    Der Zoo Zürich hatte am 21. April das Gorillaweibchen Mawimbi aufgrund einer schweren Erkrankung einschläfern müssen (wir informierten). Die Untersuchungen am Tierspital haben nun ergeben, dass eine akute Gehirnentzündung die schweren Krankheitssymptome hervorgerufen hatte.

    Ausgelöst wurde die Gehirnentzündung durch eine Amöbenart (Balamuthia mandrillaris). Diese gelangt über kleine Wunden oder durch Inhalation in den Körper.

    Es handelt sich hier um eine sehr seltene und leider tödliche Erkrankung. Das Wissen darüber beruht zu einem grossen Teil auf untersuchten Einzelfällen, bei denen die Amöbe bei Tierarten wie Hunden, Pferden oder Primaten und auch bei Menschen nachgewiesen wurde. Da die Krankheit nicht ansteckend ist, besteht für Menschen und die anderen Tiere der Gorillagruppe keine Gefahr.

    Vom Aussterben bedroht

    Mawimbi kam am 12. Juli 2012 als Tochter von Mamitu und N’Gola im Zoo Zürich zur Welt. Die Zürcher Gorillagruppe umfasst aktuell nun noch fünf Tiere. Westliche Flachlandgorillas sind in der Natur vom Aussterben bedroht. Die Gorillas im Zoo Zürich sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EEP, mit dem Ziel, eine gesunde und stabile Reservepopulation zu erhalten.

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