Mit Karretten und Blumen gegen den Baustellen-Frust

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    Die Stadt Weinfelden lanciert mit Fachgeschäften die Aktion «Garrettä». 21 bepflanzte Karretten zeigen trotz Baustellen den Weg zu den lokalen Gewerben auf.

    Das Gasthaus Rössli Weinfelden.
    Das Gasthaus Rössli Weinfelden. - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Am ersten Wyfelder Fritig des Jahres starten Fachgeschäfte zusammen mit der Stadt Weinfelden die Aktion «Garrettä»: 21 bepflanzte Karretten mit integrierten Wegweisern zieren einen Sommer lang das Stadtzentrum, teilt die Stadt Weinfelden mit. Das Ziel: Darauf aufmerksam machen, dass lokales Einkaufen trotz der Baustellen möglich ist.

    Hintergrund der Aktion ist die herausfordernde Situation der Geschäfte im Zentrum aufgrund der Baustellen. «Ich wollte den vielen Ärger, den ich wegen der Baustellen in mir hatte, in etwas Positives umwandeln. Dann hatte ich die Idee, Karretten zu bepflanzen, um dies symbolisch darzustellen», sagt Gemüsehändler Lukas Madörin.

    Unterstützt von Tanja Reinhard, Geschäftsinhaberin von Blütenwerke, von der Stadtgärtnerei und der Stadtverwaltung sind schlussendlich 21 Karretten entstanden, die nicht nur bepflanzt sind, sondern auch Wegweiser integriert haben.

    Die Schilder weisen auf eine leicht künstlerische Art auf die vielen Angebote im Stadtzentrum hin. Verteilt werden die Karretten in Zentrumsnähe. Die Botschaft: Trotz Baustellen ist lokales Einkaufen möglich und erwünscht.

    Stadt und TBW AG unterstützen, Baufirmen sponsern

    Madörin gelangte mit seiner Idee an Stadtpräsident Simon Wolfer und fragte um Unterstützung. «Für mich war sofort klar, dass die Stadt eine solche Aktion zugunsten der Stadtzentrums-Attraktivität und des lokalen Gewerbes unterstützt», sagt Wolfer, und stellte Man-Power und finanzielle Hilfe zur Verfügung.

    Auch die Technische Betriebe Weinfelden AG hat mitgewirkt: «Wir wissen um die aktuell anspruchsvolle Situation der Fachgeschäfte und werden uns deshalb finanziell an der Aktion beteiligen», sagt Michael Frick, Leiter Markt. Die benötigten Karretten wurden von den Baufirmen Alpha Tief- und Betonbau AG, Hermann Greminger Tiefbau AG und Kibag gesponsert.

    Lokales Einkaufen ins Bewusstsein rufen

    Die Frage, ob die Aktion am Schluss ein Erfolg wird oder nicht, stellt sich für Mitinitiantin Tanja Reinhard nicht. «Die Welt verändern werden wir nicht. Aber vielleicht rufen die Wegweiser den Menschen wieder ins Bewusstsein, dass wir viele und unterschiedliche Geschäfte im Stadtzentrum haben – und alle trotz Baustellen geöffnet haben und erreichbar sind. Mehr braucht es gar nicht.»

    Die Aktion «Garrettä» startet am ersten Wyfelder Fritig und endet spätestens im September.

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    Kommentare

    User #5897 (nicht angemeldet)

    der Tiefbau findet überall unnötige aber dringende Arbeiten.

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