Positive Bilanz mit Makel: Härtere Bussen für E-Scooter
Die E-Scooter sind in Wädenswil beliebt. Wegen falsch abgestellter Fahrzeuge und Vandalismus greift der Betreiber nun aber mit strengeren Bussgeldern durch.

Wie die Stadt Wädenswil informiert, stehen seit zehn Monaten in Wädenswil und Richterswil im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts E-Scooter zur Verfügung. Die erste Zwischenbilanz fällt positiv aus. In Wädenswil wird jeder E-Scooter durchschnittlich mehr als 1,2mal pro Tag genutzt.
Dies entspricht rund 2500 Fahrten und 3000 zurückgelegten Kilometern pro Monat. Die Nutzungsdaten zeigen, dass die E-Scooter insbesondere in urbanen Gebieten mit einer schwächeren ÖV-Erschliessung genutzt werden. Damit ergänzen sie das bestehende Mobilitätsangebot und tragen so zu einer noch effizienteren, ressourcenschonenderen und klimafreundlicheren Mobilität bei – im Einklang mit den Zielen der Stadt.
Die durchschnittliche Zahl der Nutzung lag im Mai 2026 bei 65 Personen pro Tag. Als Free-Floating-System dürfen die E-Scooter ausserhalb bestimmter Sperrzonen geparkt werden, allerdings nur sorgfältig und ohne Blockierung der Wege. Die E-Scooter werden regelmässig, jedoch nicht täglich, eingesammelt. Ausgenommen sind Fahrzeuge, die von Kunden über einen längeren Zeitraum reserviert wurden.
Rücksicht und Verantwortung im öffentlichen Raum
Mit der steigenden Nutzung ergeben sich auch Herausforderungen. Vereinzelt werden E-Scooter unsachgemäss abgestellt, was nicht toleriert werden kann. Die Stadt Wädenswil appelliert daher an alle Nutzerinnen und Nutzer, die Fahrzeuge verantwortungsvoll und rücksichtsvoll zu parken.
Nur wenn das Angebot von allen umsichtig genutzt wird, kann es langfristig bestehen. Werden die Fahrzeuge nicht richtig geparkt, werden seitens des Betreibers die Nutzerinnen und Nutzer gebüsst. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Betreiber Bolt werden künftig strengere Bussgelder verhängt.
In den vergangenen Monaten wurde vermehrt auch Vandalismus beobachtet, wie zum Beispiel das mutwillige Umwerfen ordnungsgemäss abgestellter E-Scooter.
Sachbeschädigungen an Fahrzeugen verurteilt
Einige Fahrzeuge wurden mit einem Metallkabel fixiert oder die QR-Codes wurden mit einem Kleber abgedeckt. Solche Handlungen beeinträchtigen nicht nur das Ortsbild, sondern auch das gemeinschaftliche Zusammenleben.
Die Stadt Wädenswil verurteilt dieses Verhalten und setzt sich für gegenseitigen Respekt im öffentlichen Raum ein. Die Stadtpolizei wird diese Situation speziell beobachten und entsprechend handeln.
Mithilfe der anonymisierten digitalen Daten wird das Pilotprojekt laufend ausgewertet, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Zeit nach der Testphase zu schaffen. Die Bevölkerung ist ebenfalls eingeladen, Rückmeldungen – positive wie kritische – über das Kontaktformular einzureichen.
Bilanz zum Mobilitätspilotprojekt
Das Pilotprojekt bewegt die Bevölkerung stark. Einerseits zeigt die Nutzung ein klares Bedürfnis nach flexiblen Mobilitätslösungen, andererseits gilt es, Rücksicht zu nehmen und Ordnung zu wahren.
Die Einführung neuer Angebote bringt meist neue Herausforderungen mit sich. Die Stadt Wädenswil wird die Erfahrungen sorgfältig auswerten und die Bevölkerung zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren.










