Die Stadt Rheineck und die Gemeinde Thal stellen am Donnerstag, 28. Oktober 2021 in der Doppelturnhalle in Buechen das Hochwasserschutzprojekt vor.
Gstaldenbach_Behebung Schaden HW 2002
Ein Hochwasserereignis im Jahr 2002 verursachte in der Gemeinde Thal und der Stadt Rheineck Schäden an Infrastruktur und Gebäuden. Damit künftig keine solchen kostspieligen Schäden mehr entstehen, soll der Freibach und Gstaldenbach ausgebaut werden. - Gemeinde Rheineck

Beim Freibach und beim Gstaldenbach in der Gemeinde Thal bestehen seit Jahren Hochwasserschutzdefizite. Hinzu kommt, dass die Bauwerke stark sanierungsbedürftig sind. Bei einem statistisch gesehen alle hundert Jahre stattfindenden Hochwasser sind hohe Schäden zu erwarten.

Nicht zuletzt wegen fehlenden Holzrückhaltevorrichtungen und Geschiebesammlern. Der durch Spezialisten errechnete, jährliche Schadenerwartungswert liegt bei knapp zwei Millionen Franken.

Entsprechend dringend ist der Handlungsbedarf, damit die Hochwasserschutzmassnahmen möglichst vor dem nächsten Ereignis realisiert werden können.

Die Kritikpunkte wurden berücksichtigt

Der Stadtrat Rheineck und der Gemeinderat Thal haben sich bereits vor 16 Jahren dem Hochwasserschutz-Thema angenommen. Aus verschiedenen Gründen führten die Sanierungsabsichten zu Widerstand in der Bevölkerung und dadurch zu Verzögerungen.

Aus der Kritik gewonnen Erkenntnisse und Forderungen wurden im weiteren Prozess berücksichtigt. Deshalb haben der Stadt- und Gemeinderat weitere Aufträge an Fachspezialisten erteilt, welche die geforderten Studien zwischenzeitlich erstellt haben.

Einer der Hauptkritikpunkte war die Finanzierung der Hochwasserschutzmassnahmen über den Perimeter. Dieser wurde inzwischen abgeschafft und wird nun bei den betreffenden Parzellen auch aus dem Grundbuch gelöscht.

Das überarbeitetes Projekt wird vorgestellt

Am Donnerstag, 28. Oktober, stellen nun die Stadt Rheineck und die Gemeinde Thal zusammen mit dem Fachplaner das überarbeitete Projekt um 19.30 Uhr in der Doppelturnhalle in Buechen der Bevölkerung vor. Die geplanten Massnahmen werden anhand von Planskizzen und Visualisierungen aufgezeigt.

Der Stadt- und Gemeinderat ist überzeugt mit dem frühzeitigen Miteinbezug der Bevölkerung die idealen Grundlagen für einen direkten Austausch zu schaffen. Aufgrund der Coronasituation gilt bei der Informationsveranstaltung die Zertifikatspflicht.

Sämtliche Unterlagen können jedoch auch online auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden. Es besteht zudem die Möglichkeit an der Mitwirkung in elektronischer Form teilzunehmen.

Es soll ein realisierbares Projekt zur Auflage gebracht werden

Die Bevölkerung wird eingeladen, allfällige Anpassungsbegehren jetzt anzubringen. So können diese nach Möglichkeit in der Überarbeitung des Projekts noch vor der Auflage berücksichtigt werden.

Ziel des Stadt- und Gemeinderates ist es, ein realisierbares Projekt zur Auflage zu bringen, welches möglichst ohne Verzögerungen durch Einsprachen umgesetzt werden kann.

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