Stadt schreibt das St.Galler Fest ab 2028 aus
Die Stadt St.Gallen sucht im Dialog mit Vereinen und Gewerbe neue Konzepte für das Stadtfest ab 2028. Das Auswahlverfahren soll bis Sommer 2027 beendet sein.

Wie die Stadt St.Gallen berichtet, stellt sie die Weichen für die Zukunft des St.Galler Fests. Der Stadtrat hat entschieden, die Durchführung des traditionsreichen Anlasses ab 2028 neu auszuschreiben. Der Ausschreibungsprozess startet im Herbst 2026 und wird in Zusammenarbeit mit dem City Management St.Gallen und im Austausch mit dem Verein St.Galler Veranstaltungen durchgeführt.
Das St.Galler Fest ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil des städtischen Lebens und hat sich zu einem der publikumsstärksten Anlässe der Stadt entwickelt. Jahr für Jahr zieht es rund 120'000 Besucherinnen und Besucher an und prägt den Veranstaltungskalender der Stadt weit über die Region hinaus.
Bewährte Organisation mit neuer Trägerschaft
Träger des Anlasses ist der «Verein St.Galler Veranstaltungen». Über mehrere Jahrzehnte hinweg wurde das Fest im Auftrag des Vereins von der BB Art Service GmbH mit grossem Erfolg organisiert. Die Stadt St.Gallen unterstützte den Anlass mit einem jährlichen Beitrag von 50'000 Franken und engagierte sich darüber hinaus substanziell in den Bereichen Organisation, Logistik und Infrastruktur.
Im Zuge der Übernahme der BB Art Service GmbH durch die Eventagentur Bär & Bühne AG ging die Zuständigkeit für die Geschäftsstelle per 1. September 2025 an sie über. Diese hat die Organisation des St.Galler Festes übernommen und wird den Anlass in den Jahren 2026 und 2027 durchführen. Die Kontinuität ist damit sichergestellt.
Stadtrat setzt auf offenen Wettbewerb
Vor dem Hintergrund der starken Position und grossen Beliebtheit des St.Galler Festes hat sich der Stadtrat mit der langfristigen Sicherung und Weiterentwicklung des Anlasses befasst. Ziel ist es, den bestehenden Erfolg nachhaltig zu festigen und gleichzeitig Raum für neue Impulse und Entwicklungen zu schaffen.
Der Stadtrat hat deshalb entschieden, die Durchführung des St.Galler Festes ab Sommer 2028 öffentlich auszuschreiben. Damit wird ein transparenter und wettbewerblicher Prozess gewährleistet, der die Qualität und Attraktivität des Anlasses auch in Zukunft sichern soll. Selbstverständlich steht es auch der Eventagentur Bär & Bühne AG offen, sich im Rahmen dieser Ausschreibung zu bewerben.
Mehrstufiger Ausschreibungsprozess
Der Ausschreibungsprozess startet im Herbst 2026 und wird durch die Stadt St.Gallen in Zusammenarbeit mit dem City Management St.Gallen durchgeführt. Im City Management sind die Verbände aus Gastronomie, Hotellerie, Detailhandel, Gewerbe und Tourismus involviert.
Dadurch kann der Prozess breit abgestützt und mit wichtigen städtischen Anspruchsgruppen abgestimmt werden. Der Verein St.Galler Veranstaltungen wird die Erfahrungen sowie die zentralen Erkenntnisse aus den vergangenen Durchführungen in das Projekt einbringen.
Vorgesehen ist ein mehrstufiges Vorgehen. Zum Auftakt findet ein partizipativer Workshop-Anlass mit relevanten Akteurinnen und Akteuren statt. Darauf aufbauend werden die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet. Anschliessend folgt die eigentliche Ausschreibung in zwei Phasen.
Lokale Verankerung im Mittelpunkt
In einer ersten Phase können sich interessierte Veranstalterinnen und Veranstalter bewerben. In einer zweiten Phase werden ausgewählte Bewerbende eingeladen, ein konkretes Konzept auszuarbeiten. Danach erfolgt die Wahl des Siegerkonzepts anhand konkreter Kriterien. Der Bewerbungsprozess wird durch eine Jury begleitet. Ziel ist es, den Ausschreibungsprozess bis Sommer 2027 abzuschliessen.
Das St.Galler Fest soll auch künftig in erster Linie ein Fest für die St.Gallerinnen und St.Galler sein. Es soll die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar machen – mit ihren Menschen, Quartieren, Vereinen, Gewerbe, Gastronomiebetrieben und kulturellen Akteurinnen und Akteuren.
Die Ausschreibung bietet die Chance, auf das bestehende Fundament aufzubauen, das Profil des Anlasses gezielt zu schärfen und weiterzuentwickeln. Qualität, lokale Verankerung, eine starke städtische Identität und die Einbindung der relevanten Akteurinnen und Akteure stehen dabei im Fokus.






