Ostschweizer Wirtschaft verliert an Schwung

    Die Ostschweizer Wirtschaft ist zuletzt zweieinhalb Jahre lang auf Hochtouren gelaufen und hat nun an Schwung verloren.

    Wirtschaft in der Schweiz stagniert gegen Ende 2022 (Symbolbild)
    Wirtschaft in der Schweiz stagniert gegen Ende 2022 (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ostschweizer Wirtschaft büsst durch sinkende Nachfrage und Auftragseingänge ein.
    • Der Arbeitskräftemangel wird von ungenügender Nachfrage abgelöst.

    Eine Auswertung des Konjunkturboards Ostschweiz zeigt, dass die Ostschweizer Wirtschaft an Schwung verloren hat.

    Industrie- und Grosshandelsunternehmen stellen eine sinkende Nachfrage fest. Vor allem im Exportgeschäft zeigt sich eine Abkühlung im nahen Ausland.

    Dies betreffe die Maschinen-‍, Elektro- und Metallindustrie, heisst es im regelmässig veröffentlichten Konjunkturboard Ostschweiz, das sich auf Umfragen zur Wirtschaftsentwicklung abstützt.

    Ungenügende Nachfrage löst Arbeitskräftemangel ab

    Die Stagnation der deutschen Wirtschaft sorge für tiefere Auftragseingänge. Mittlerweile werde der Stand der Bestellungen von der Mehrheit der Unternehmen als zu tief eingeschätzt.

    Sowohl in der Industrie als auch im Grosshandel habe die ungenügende Nachfrage den Arbeitskräftemangel als vorrangiges Hemmnis abgelöst. Eine weitere Entspannung zeige sich hingegen bei den Lieferketten.

    Dort gebe es nur noch vereinzelt Probleme, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag, 22. August 2023. Dafür meldeten die Ostschweizer Industrieunternehmen nun deutlich zu hohe Lagerbestände an Fertigprodukten.

    «Eine äusserst positive Stimmung» im Finanz- und Versicherungssektor

    In den meisten binnenorientierten Branchen gilt der Geschäftsgang weiterhin als «robust». Im Bausektor zeige sich bisher nur punktuell eine Abkühlung. Die Unternehmen aus dem Finanz- und Versicherungssektor berichteten von «einer äusserst positiven Stimmung».

    Im Detailhandel wirke sich die Nachfrage vor allem nach Gütern des täglichen Bedarfs stützend aus. Bei langfristigen Konsumgütern sei hingegen eine Sättigung feststellbar.

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