Kanton Schwyz: Trockenheit auf Alpen – erste Abtriebe erfolgt
Die anhaltende Trockenheit führt auf den Alpen im Kanton Schwyz zu Futtermangel und fehlendem Tränkewasser. Einzelne Betriebe haben ihr Vieh bereits vorzeitig ins Tal gebracht.

Der Kanton Schwyz verfügt über 420 Alpbetriebe, auf denen rund 15'000 Rinder, Kühe und Kälber gesömmert werden. (Bild: Stefan Zürrer)
Die anhaltende Trockenheit verschärft die Lage auf zahlreichen Alpen des Kantons Schwyz aufgrund von Futtermangel und fehlendem Tränkewasser. Einzelne vorzeitige Alpabtriebe wegen Futtermangels sind bereits erfolgt.
Der Kanton Schwyz verfügt über 420 Alpbetriebe, auf denen rund 15'000 Rinder, Kühe und Kälber gesömmert werden. Während auf Futtermangel in den Sömmerungsgebieten nicht reagiert werden und zu einem vorzeitigen Alpabtrieb führen kann, bestehen bei einem drohenden Mangel an Tränkewasser in vielen Fällen Möglichkeiten, die Wasserversorgung zeitlich beschränkt sicherzustellen. Die Wasserversorgung ist kommunal geregelt.
Deshalb können die Gemeinden, auf denen sich die Alpbetriebe befinden, in gegenseitiger Abstimmung wichtige Unterstützungsarbeit leisten. Ziel ist es, das Alpvieh dem Tierwohl entsprechend und so weit verantwortbar möglichst lange auf den Alpen zu halten und dadurch die Futterreserven der Talbetriebe zu schonen.
Vorgehen bei drohendem Tränkewassermangel
Die von den Älplern gelebte Selbstverantwortung und deren umsichtiges Handeln in der aktuellen Lage verdienen grosse Anerkennung und den nötigen Respekt. Da sich die Ausgangslage von Alp zu Alp deutlich unterscheidet, müssen die Lösungen jeweils den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Je früher ein drohender Wassermangel bekannt ist, desto grösser sind die Möglichkeiten, geeignete Massnahmen zu treffen und einen vorzeitigen Alpabtrieb möglichst zu vermeiden.
Sollte eine Gemeinde der Wasserversorgung von Alpen nicht mehr nachkommen können, kann sie sich an den kantonalen Führungsstab (KFS) wenden, der über spezielle Infrastruktur verfügt sowie Versorgungsmassnahmen koordinieren kann.
Die Situation wird weiterhin täglich überwacht. Die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen wird ausschlagegebend sein, ob weitere Massnahmen zu ergreifen sind.






