Projekt «Zämä guät läbä» schafft neues Gesundheitsnetz
Unterstützt vom Bund baut Sarnen ein lokales Gesundheitsnetzwerk auf. Ein erster Workshop legte die Basis für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter.

Die Gemeinde Sarnen lanciert gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern das Projekt «Zämä guät läbä – Selbstbestimmt und gesund im Alter in Sarnen und Umgebung». Ziel ist es, ältere Menschen dabei zu unterstützen, so lange wie möglich selbstbestimmt, gesund und sozial eingebunden zu leben.
Das Projekt wird vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) begleitet und finanziell unterstützt.
Sarnen zählt rund 11’000 Einwohnerinnen und Einwohner und wächst als Gemeinde mit den typischen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. Der Bedarf an Pflege und Betreuung steigt, Fachkräfte – insbesondere Hausärztinnen und Hausärzte – sind knapp, und in einzelnen Ortsteilen fehlt es an Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten oder Begegnungsorten.
Hinzu kommen Einsamkeit, soziale Ungleichheiten und die Notwendigkeit, digitale Gesundheitslösungen sinnvoll einzusetzen. Die verteilten Siedlungsstrukturen erschweren dabei die Koordination der bestehenden Angebote im Gesundheits- und Sozialbereich zusätzlich.
Was das Projekt anstrebt
«Zämä guät läbä» verfolgt einen ko-kreativen Ansatz: Gemeinsam mit älteren Menschen, Fachleuten aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Zivilgesellschaft werden konkrete Lösungen entwickelt und erprobt.
Das Projekt orientiert sich an der Vision «Gesundheitsnetz für alle» des Projekts Health 2040 und gliedert sich in vier Handlungsfelder: selbstbestimmtes Wohnen mit bedarfsgerechter Unterstützung, damit ältere Menschen so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben können; niederschwellige Begegnungsorte, die soziale Teilhabe fördern und frühzeitig Unterstützungsbedarf erkennen; integrierte Versorgung durch ein koordiniertes Netz aus Medizin, Pflege und Sozialarbeit, das interprofessionell zusammenarbeitet; sowie Mobilität und Teilhabe mit Angeboten, die eigenständige Bewegung im Alltag und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Erster Workshop als gelungener Auftakt
Am 24. April 2026 fand im Kurhaus am Sarnersee der erste Ko-Kreationsworkshop statt. Rund 40 Personen brachten sich aktiv ein und sorgten für einen lebhaften, konstruktiven Austausch.
Die vielfältigen Impulse und Perspektiven bilden eine wertvolle Grundlage für die weiteren Schritte. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für ihr Engagement. Der nächste Workshop findet am 24. September 2026 statt.
Ein starkes Partnernetzwerk
Das Projekt wird gemeinsam getragen von der Gemeinde Sarnen, dem Kanton Obwalden, Spitex Obwalden, dem Kantonsspital Obwalden, der Stiftung Zukunft Alter / Residenz Am Schärme, dem Kurhaus am Sarnersee, Pro Senectute Obwalden, der Genossenschaft Zeitgut sowie dem Verein Generationentreff Sarnen. Fachlich wird das Projekt von Interface Luzern begleitet.
Begleitet und mitfinanziert wird es vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Mit den Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung fördert der Bund lokale, regionale und kantonale Akteurinnen und Akteure, die mit neuen Methoden aktuelle Herausforderungen lösen.










