Luzern: Vier Sitze besetzt – doch ein Gewählter tritt nicht an
Die Katholikinnen und Katholiken in Luzern haben am 18. Oktober vier Kirchenräte gewählt. André Bachmann nimmt die Wahl aus persönlichen Gründen nicht an.

Heute Sonntag, 18. Oktober, wählten die Stimmberechtigten der katholischen Kirchgemeinden Luzern und Reussbühl die Mitglieder des Kirchenrats für die fusionierte Kirchgemeinde Luzern. Im ersten Wahlgang erreichten vier von sechs Kandidatinnen und Kandidaten das absolute Mehr. Gewählt sind die bisherigen Kirchenrät:innen Stephanie Plersch Jurt (bisher Luzern), Barbara Sutter (bisher Reussbühl), André Bachmann (bisher Luzern) sowie neu Andrea Emanuele.
Im Rahmen der Gesamterneuerungswahl konnten die Katholik:innen am 18. Oktober vier Mitglieder des fünfköpfigen Kirchenrats, der Exekutive der katholischen Kirchgemeinde Luzern wählen. Der fünfte Sitz steht für ein geistliches Mitglied von Amtes wegen zur Verfügung. Diesen besetzten die Pfarreileitungen im Frühling mit Rafal Lupa, Leitender Priester.
Für die vier vom Volk zu bestimmenden Kirchenratssitze kandidierten sechs Personen. Von ihnen erreichten vier das absolute Mehr von 1662 Stimmen. Gewählt sind:
Stephanie Plersch Jurt (2880 Stimmen, bisher Luzern)
Barbara Sutter (2270 Stimmen, bisher Reussbühl)
André Bachmann (2230 Stimmen, bisher Luzern)
Andrea Emanuele (2190 Stimmen, neu)
Damit konnten alle vier Sitze besetzt werden. Es gibt keinen zweiten Wahlgang.
Zu seiner Wahl sagt Kirchenrat André Bachmann: «Ich danke dem Souverän für das mit der Wahl verbundene Vertrauen. Wie angekündigt kann ich die Wahl aus persönlichen Gründen nicht annehmen. Ich werde daher gemäss gesetzlicher Vorgabe beim Synodalrat der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern mein Entlassungsgesuch einreichen.» Für seinen Sitz muss nach Vorliegen des genehmigten Entlassungsgesuchs eine Ersatzwahl organisiert werden. Der Termin dazu wird später bekannt gegeben.
Das absolute Mehr haben nicht erreicht:
Michael Zeier-Rast (1293 Stimmen bisher Luzern)
Bernd Nilles (820 Stimmen, neu).
Die Stimmbeteiligung betrug 15.3 Prozent.

Neue Legislatur startet 2027
Amtsantritt des neu gewählten Kirchenrats ist am 1. Januar 2027. Darüber, wer Präsident:in und wer Kirchmeier (Finanzverantwortliche:r) wird, bestimmt der Grosse Kirchenrat, das Kirchgemeinde-Parlament an seiner konstituierenden Sitzung vom 21. Januar 2027. Die Legislatur dauert von 1. Januar 2027 bis 30. Mai 2030.
Sie ist verkürzt, weil die Kirchgemeinden Reussbühl und Luzern per 1. Januar 2027 fusionieren.
Die 30 Mitglieder des Grossen Kirchenrats wurden bereits im September in stiller Wahl gewählt.






