Leiter der Kantonalen Museen Luzern wechselt zur Stefanini-Stiftung

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    Luzern,

    Per Ende Juli tritt Christoph Lichtin als Direktor des Historischen Museums Luzern und Leiter der Kantonalen Museen zurück. Er übernimmt die Leitung der Sammlung der Stefanini-Stiftung.

    Abmachung (Symbolbild)
    Abmachung (Symbolbild) - Unsplash

    Christoph Lichtin tritt auf Ende Juli als Direktor des Historischen Museums Luzern und Leiter Kantonale Museen zurück. Er übernimmt im August die Leitung der Sammlung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) des verstorbenen Sammlers Bruno Stefanini in Winterthur. Lichtin war seit September 2013 Leiter der Luzerner Museen.

    Schwerpunkt von Lichtins Tätigkeit für den Kanton Luzern war die Zusammenführung der beiden kantonalen Museen zu einer Verwaltungseinheit, wie der Kanton Luzern am Mittwoch mitteilte. Der Zusammenschluss war vor allem aus Kostengründen nötig.

    Der scheidende Direktor habe auch einen wesentlichen Beitrag geleistet an die Erarbeitung des Konzepts für ein neues Museum für Natur und Gesellschaft. Das Konzept soll laut Mitteilung noch in diesem Jahr in die Vernehmlassung gehen.

    Lichtin organisierte während seiner Amtszeit vielbeachtete Ausstellungen, etwa über den Luzerner Kabarettisten Emil oder zum Besuch von Queen Victoria in Luzern im Jahr 1868. Vor seinem Engagement für den Kanton Luzern wirkte Lichtin neun Jahre als Sammlungskonservator am Kunstmuseum Luzern.

    Umfangreiche Privatsammlung

    Ab August wird Lichtin neuer Geschäftsführer und Leiter Sammlung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) in Winterthur. Die Sammlung des im Dezember 2018 verstorbenen Immobilienkönigs und Kunstsammlers Bruno Stefanini gehört zu den bedeutendsten und umfangreichsten Privatsammlungen der Schweiz.

    Stefanini hatte die SKKG Ende 1980 gegründet. Ihr Zweck ist die Pflege der abendländischen, insbesondere der schweizerischen Kunst-, Kultur- und Geschichtswerte. Stefanini sammelte neben Werken von Anker, Hodler oder Giacometti auch Alltagsgegenstände von Persönlichkeiten wie Napoleon, Kennedy oder Churchill. Die Sammlung umfasst gemäss dem langjährigen Sachwalter rund 35'000 Objekte.

    Die Stefanini-Stiftung war Gegenstand eines jahrelangen Rechtsstreits, dem das Bundesgericht im Sommer 2018 ein Ende gesetzt hatte, indem es Stefaninis Nachkommen recht gegeben hatte. Diese können künftig den Stiftungsrat der SKKG bestimmen und damit kontrollieren. Stefanini starb im Dezember 2018 im Alter von 94 Jahren.

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