Liestal BL: Landratssaal bis nach den Herbstferien gesperrt
Nach dem Absturz einer Deckenverkleidung im Regierungsgebäude in Liestal BL sind mehrere Räume vorerst nicht nutzbar – auch der Landratssaal.

Am 22. Juni 2026 hat sich überraschend die Deckenverkleidung des Regierungszimmers im Regierungsgebäude in Liestal gelöst. Aufgrund dieses Vorkommnisses wurden weiterführende Abklärungen in den Räumen des Gebäudes vorgenommen. Heute hat die Bau- und Umweltschutzdirektion über die Resultate der technischen Untersuchungen informiert.
Die Untersuchungen im Regierungszimmer haben ergeben, dass das Herunterfallen der Deckenverkleidung auf ein sogenanntes Ausziehversagen der Schraubenverbindung zurückzuführen war. Konkret heisst das, dass die Schraubengewinde nicht mehr gegriffen haben. Die fragliche Deckenverkleidung im Regierungszimmer wurde erst im Jahr 2002 realisiert und wurde aus diesem Grund bei der letzten Sanierung nicht überprüft.
Der Auslöser für das Versagen Die weiterführenden Abklärungen und Analysen während der letzten sieben Wochen haben gezeigt, dass einzelne andere Abhangdecken bzw. Deckenverkleidungen saniert werden müssen.
So unter anderen auch im Foyer und in der Cafeteria im zweiten Obergeschoss. Des Weiteren wurden vereinzelt in den historischen Holzbalkenkonstruktionen und im Mauerwerk Feuchtigkeitsschäden und Schädlingsbefall festgestellt Regierungszimmer. Da der Landratssaal oberhalb dieses Zimmers liegt, ist auch er betroffen.
In den kommenden Wochen muss der Boden des Landratssaals geöffnet werden.
Mehrere Räume vorübergehend nicht nutzbar
Der Landratssaal, das Regierungszimmer im ersten Obergeschoss, das Foyer und die Cafeteria sowie die dahinterliegenden drei Sitzungszimmer im zweiten Stock stehen bis mindestens Ende Herbstferien nicht zur Verfügung. Die Mitarbeitenden der Landeskanzlei und des Generalsekretariats der Sicherheitsdirektion können ihrer Arbeit weiterhin im Regierungsgebäude nachgehen. Ihre Sicherheit ist vollumfänglich gewährleistet.
Die Sitzung der Regierung kann ebenfalls weiterhin im Regierungsgebäude stattfinden. Für die kommenden Landratssitzungen organisiert die Landeskanzlei einen Ersatzort.
Keinerlei Hinweise auf Vorkommnisse
Mit der Teilsanierung «Umbau Sicherheit und Sanierung Regierungsgebäude» in den Jahren 2023/24 wurden Massnahmen zur Verbesserung der Personensicherheit, die Ertüchtigung des Gebäudes sowie punktuelle Verbesserungen in der Nutzbarkeit in einem Projekt zusammengefasst und koordiniert. Vor dem Ereignis am 22. Juni 2026 gab es keinerlei Hinweise, der Baukonstruktion oder Feuchtigkeitsschäden hingewiesen hätten. Erst die gezielten und vertieften Analysen der nun offenliegenden sanierungsbedürftigen Stellen brachten die Schäden zutage.











