Emmental

    Biglen BE: Spektakuläre Aufholjagd bringt SVWE in den Cup-Viertelfinal

    SV Wiler-Ersigen
    SV Wiler-Ersigen

    Oberemmental,

    In Biglen BE drehte der SV Wiler-Ersigen gegen die Tigers Langnau einen Vier-Tore-Rückstand und gewann im Penaltyschiessen. Damit steht der Viertelfinal.

    Biglen BE
    Gemeindehaus (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Mit einer spektakulären Aufholjagd vom 2:6 zum 7:7, einem Penalty-Killer zwischen den Pfosten und einem eiskalten Deny Känzig im Shootout sicherte sich der SV Wiler-Ersigen bei den Tigers Langnau den Einzug in den Cup-Viertelfinal. Die Grundlage dazu legte der Rekordmeister bereits am Vorabend mit einem cleveren Rotationssieg in Malans, der gleichzeitig die Tabellenführung sicherte. Ein perfektes Wochenende für den SVWE.

    Das Wochenende begann für den SVWE mit einem unspektakulären, aber umso wichtigeren 2:1-Erfolg bei Alligator Malans. Trainerstab und Team betrieben konsequente Belastungssteuerung, schonten zahlreiche Stammkräfte und gaben mehreren jungen Spielern sowie Rückkehrer Jamie Martinjas Einsatzzeit. Die Rechnung ging auf: Dank zweier Persson-Tore verteidigte Wiler-Ersigen die Tabellenführung und konnte mit frischen Kräften zum Cup-Kracher nach Biglen reisen.

    Dort schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Comebacker Jamie Martinjas eröffnete das Skore und Gasparik sorgte für die 2:1-Pausenführung. Danach folgte jedoch ein komplettes Blackout.

    Die Tigers drehten die Partie im Mitteldrittel von 1:2 auf 6:2, wobei drei Tore innerhalb von lediglich 144 Sekunden fielen.

    Doch wer glaubte, die Partie sei entschieden, irrte sich gewaltig. Im Schlussdrittel zeigte Wiler-Ersigen plötzlich sein anderes Gesicht. Ziehli lancierte die Aufholjagd, ehe Buri und Trekše innert nur 24 Sekunden auf 6:5 verkürzten.

    Persson egalisierte zum 6:6, Langnau ging zwar nochmals in Führung, doch Jamie Martinjas krönte sein bemerkenswertes Comeback nach zwei Hüftoperationen mit dem Treffer zum 7:7 gut eine Minute vor Schluss.

    Hexer Picariello, Coolman Känzig

    Eine weitere Schlüsselrolle spielte Merlin Picariello. Nachdem er bereits beim Rotationsspiel in Malans zwischen den Pfosten gestanden hatte, wurde er in Biglen im Schlussabschnitt eingewechselt. Mit mehreren starken Paraden hielt er sein Team im Spiel und avancierte im Penaltyschiessen endgültig zum Matchwinner.

    Alle fünf Langnauer Schützen scheiterten am SVWE-Keeper.

    So kam es zum grossen Auftritt von Deny Känzig. Nachdem die ersten neun Wiler Schützen erfolglos geblieben waren und Känzig zuvor sogar den möglichen Siegtreffer in der Verlängerung vergeben hatte, trat er als zehnter und letzter Schütze an. Auf seine gewohnt coole Art verwandelte er als Einziger des Abends und sorgte für grenzenlosen Jubel auf Seiten des Rekordmeisters. Die Cup-Partie endete 7:8 nach Penaltyschiessen (Drittelsresultate 1:2, 5:0, 1:5, 0:0).

    Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil mit Siegenthaler und Schmid zwei Stammkräfte fehlten. Erstmals seit längerer Zeit gewann der SVWE im Cup wieder gegen einen gleichklassigen Gegner und dies auf eine Art, die den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Die Belohnung: der Einzug in den Viertelfinal.

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