Sonderkredit für A2-Überdeckungen kommt zur Abstimmung
Zwei Überdeckungen sollen die Autobahn A2 besser in den Siedlungsraum integrieren. Die Bevölkerung entscheidet über den städtischen Finanzierungsbeitrag.

Wie die Gemeinde Kriens berichtet, entscheidet am 27. September 2026 die Krienser Stimmbevölkerung über einen Sonderkredit von 26,54 Mio. Franken zur Mitfinanzierung von zwei Überdeckungen der Autobahn A2 im südlichen Stadtteil von Kriens. Damit soll die Lärmbelastung reduziert und neue Grün- und Freiräume geschaffen werden. Am 24. August organisiert die Stadt Kriens dazu eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.
Die Stadt Kriens unterbreitet der Stimmbevölkerung in ihrer Abstimmungsbotschaft einen Sonderkredit zur Mitfinanzierung der Überdeckungen Arsenal und Schlund. Diese beiden Bauwerke ergänzen das nationale Projekt «Gesamtsystem Bypass Luzern» und tragen dazu bei, die Autobahn A2 im Krienser Siedlungsgebiet besser zu integrieren.
Heute verläuft die Autobahn zwischen dem Sonnenberg- und dem Schlundtunnel offen durch den Krienser Talboden. Sie wird täglich von rund 70’000 Fahrzeugen befahren und wirkt als trennendes Element zwischen Quartieren. Mit den geplanten Überdeckungen sollen diese negativen Auswirkungen deutlich reduziert werden. Gleichzeitig entstehen neue Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie zusätzliche Grün- und Freiräume.
Zwei gezielte Überdeckungen
Das Projekt umfasst eine rund 250 bis 300 Meter lange Überdeckung im Bereich Arsenal sowie die Verlängerung des Tunnels Schlund um rund 130 bis 150 Meter. Beide Bauwerke werden begrünt und in die Umgebung integriert. Dadurch entstehen neue öffentliche Räume, die künftig von der Bevölkerung genutzt werden können.
«Mit den beiden Überdeckungen gelingt es, die Autobahn von einer trennenden Infrastruktur zu einem verbindenden Element im Stadtraum zu machen», sagt Stadtpräsidentin Christine Kaufmann. «Wir schaffen neue Freiräume, stärken die Verbindungen zwischen den Quartieren und verbessern die Lebensqualität im Krienser Talboden nachhaltig.»
Breit abgestützte Finanzierung
Die Gesamtkosten für die beiden Überdeckungen betragen rund 186,5 Millionen Franken. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) übernimmt davon mit 60 Prozent den grössten Anteil. Der Kanton Luzern beteiligt sich mit 26 Prozent, die Stadt Kriens übernimmt 14 Prozent. Für die Stadt ergibt sich daraus ein Beitrag von insgesamt 26,54 Millionen Franken, über den am 27. September abgestimmt wird.
Der Bund beteiligt sich mit dem gesetzlichen Maximalbeitrag am Projekt. Das zeigt, wie wichtig dieses Projekt für die Region ist. Mit den Überdeckungen entsteht ein klarer Mehrwert für Kriens und für die gesamte Entwicklung von Luzern Süd. Der Kostenanteil der Stadt Kriens ist als fixer Beitrag (zzgl. Teuerung) definiert. Das Kostenrisiko für die Umsetzung liegt beim Bund.
Zentrale Chance für Luzern Süd
Der Raum Luzern Süd gehört zu den wichtigsten Entwicklungsschwerpunkten des Kantons. In den kommenden Jahren entstehen hier weitere Wohnungen und Arbeitsplätze. Die Überdeckungen leisten einen entscheidenden Beitrag dafür, dass diese Entwicklung qualitativ hochwertig erfolgen kann. Mit dem Projekt werden Quartiere besser verbunden, die Lärmbelastung reduziert und neue öffentliche Räume geschaffen. Gleichzeitig wird die Sicherheit im Umfeld der Autobahn verbessert.
Entscheid mit langfristigen Folgen
Mit einem Ja zum Sonderkredit beteiligt sich die Stadt Kriens an der Umsetzung der Überdeckungen. Nach der kommunalen Abstimmung entscheidet am 29. November 2026 auch die kantonale Stimmbevölkerung über ihren Beitrag. Bei einer Ablehnung werden die Überdeckungen nicht realisiert.
Der Bypass Luzern kann in diesem Fall ohne die vorgesehenen Verbesserungen für Kriens umgesetzt werden. Stadtrat und Stadtparlament empfehlen die Annahme der Vorlage. Sie sehen in den Überdeckungen eine einmalige Chance, die Autobahn A2 unter den bestehenden Rahmenbedingungen siedlungsverträglich zu gestalten und den Krienser Talboden langfristig aufzuwerten.










