Wie die Gemeinde Horw berichtet, sieht der Aufgaben- und Finanzplan 2022 einen Aufwandüberschuss von 4,04 Millionen Franken in der Erfolgsrechnung vor.
Gemeindehaus Horw.
Gemeindehaus Horw. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Einen Aufwandüberschuss von 4,04 Millionen Franken sieht der Aufgaben- und Finanzplan 2022 der Gemeinde Horw in der Erfolgsrechnung vor. Die Gemeindefinanzen sind aber gesund.

98,97 Millionen Franken soll gemäss Budget der Gesamtaufwand der Erfolgsrechnung im Jahr 2022 betragen, die Gesamterträge werden mit 94,93 Millionen Franken veranschlagt. Das Ergebnis der Erfolgsrechnung präsentiert sich insgesamt weniger negativ als in den Annahmen der langfristigen Planung.

Dank der guten finanziellen Ausgangslage und der erfreulichen Entwicklung der Steuererträge kann die Gemeinde auch in Zukunft einen gesunden Finanzhaushalt ausweisen. Der Steuerfuss von 1,45 Einheiten soll beibehalten werden.

Finanzausgleich drückt auf die Erfolgsrechnung

Das Ergebnis der Erfolgsrechnung 2022 wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Die Sondereffekte der Dividendenbesteuerung der Jahre 2018 bis 2020 entfallen. Diese hatten zu einem vorübergehenden Höhenflug der Gemeindefinanzen geführt.

Folge davon sind erhöhte Zahlungen in den kantonalen Finanzausgleich seit diesem Jahr und bis 2024. In den Jahren der ausserordentlich hohen Steuererträge durfte die Gemeinde Horw jedoch keine Rückstellungen für den zukünftigen Finanzausgleich bilden.

Die steigenden Pflegerestkosten und die Kosten für die Ergänzungsleistungen belasten den Finanzhaushalt mit zusätzlichen rund 0,5 Millionen Franken. Diese Mehrkosten kann die Gemeinde nicht beeinflussen.

Die Ausgaben aufgrund der Corona-Pandemie werden auf 0,3 Millionen Franken geschätzt.

Die aktuelle Bautätigkeit

Die aktuelle Bautätigkeit beeinflusst auch die Prognosen für den Finanzhaushalt. Insbesondere der Ausbau im Bereich Bildung durch zusätzliche Klassen verzögert sich, da sich die Schülerzahlen bisher nicht gemäss den Annahmen erhöht haben und die Klassenbestände optimiert werden konnten.

Ungebrochen nimmt die Nachfrage nach schulergänzenden Betreuungsangeboten zu. Diese Zunahme wird jedoch zu 50 Prozent durch zusätzliche Beiträge des Kantons mitfinanziert.

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