In einer torreichen Partie gegen Floorball Thurgau behalten die Kloten-Dietlikon Jets mit 9:8 die Oberhand. Tags darauf gewinnen sie gegen den UHC Grünematt.
Unihockey (Symbolbild)
Unihockey (Symbolbild) - Keystone

Nach verhaltenem Start in die Saison läuft es dem Team um Headcoach Sven Engeler immer besser. Besser noch, sieben der letzten neun Partien konnten die Jets für sich entscheiden und zuletzt auch den bisher souveränen Leader aus der Ostschweiz in die Knie zwingen. Mit ihrem Siegeszug manifestieren ihren Anspruch, zu den Topteams der Nationalliga B zu gehören.

Die Jets bewiesen konstante Leistung gegen den UHC Grünematt

Die bislang wohl beste und auch über die gesamte Spieldauer konstanteste Leistung gelang den Zürcher Unterländern wohl gegen den UHC Grünenmatt. Gegen eben jenen Gegner unterlagen die Jets noch zu Beginn der Saison mit 4:9. Augenscheinlich gegen Grünenmatt war, wie die Siege den Zürcher Unterländern Selbstsicherheit und Vertrauen gibt. Auch Automatismen, welche zu Beginn der Saison noch nicht gegriffen haben, greifen jetzt.

Sportchef Samuel Kuhn fällt insbesondere auch die Entwicklungsfähigkeit des Teams auf. «Spieler und Staff anaylsieren, ziehen die richtigen Schlüsse, lernen und machen es besser», erklärt er. Während die Jets Grünenmatt im Hinspiel regelmässig kopflos ins offene Messer rannten, liessen sie sich nun in der Spieleröffnung mehr Zeit, um kontrolliert in die gegnerische Zone zu kommen.

Mit der richtigen Taktik gewinnen die Jets das Spiel

Ebenfalls zogen sich die Jets bei gegnerischem Ballbesitz etwas mehr zurück und konzentrierten sich auf die Balleroberung in der eigenen Platzhälfte. Mit ihrer Taktik liefen die Jets zu keinem Zeitpunkt Gefahr, die Partie zu verlieren. Yannick Jaunin mit einem gekonnten Ablenker (5.) und Joel Renold mit einem verwandelten Penalty (13.) brachten die Jets im Startdrittel in Front, Andrea Vitali mit einem Doppelpack (23./39.) sowie Verteidiger Michel Wüst mit einem Lauf über das ganze Feld (36.) erhöhten bis zur zweiten Pause auf 5:2.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts erhöhten Lukas Schellenberg (42.) und erneut Michel Wüst (43.) binnen zwei Minuten auf 7:2. Damit war die Partie entschieden. «Wir haben heute eine geduldige und disziplinierte Leistung gezeigt. Die Balance im Spiel stimmte», resümiert Engeler.

Assistenztrainerin Simone Berner wird geehrt

Im Rahmen des Heimspiels wurde Assistenztrainerin Simone Berner für ihre grandiose Karriere als Spielerin und ihre Aufnahme in die neu gegründete Hall of Fame der International Floorball Federation (IFF) geehrt.

Berner prägte das nationale und internationale Unihockey, holte beispielsweise 2005 mit der Frauen-Nationalmannschaft den bisher einzigen WM-Titel, sie wurde viermal nacheinander ins WM All-Star Team berufen (03/05/07/09) und 2008 gar zur weltbesten Spielerin gekürt. Dazu gewann sie zahlreiche nationale Titel mit dem Vorgängerverein UHC Dietlikon.