Ostermundigen

    Private sichern Douglasienbestand auf dem Ostermundigenberg

    Keystone-SDA Regional
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    Bantiger,

    Die Private haben erfolgreich ein Crowdfunding organisiert, damit die 68 Douglasien nicht zur Holznutzung herangezogen werden.

    Ostermundigen
    Ostermundigen plant Abklärungen zu einer allfälligen Fusion mit der Stadt Bern. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Mit einem Dienstbarkeitsvertrag haben der Kanton Bern und die Gemeinde Ostermundigen die Sache besiegelt, wie die Behörden mitteilten.

    Die 1890 bei der Kasthofergedenkstätte gepflanzten Bäume können so bis zu ihrem natürlichen Absterben weiterwachsen, wie die Gemeinde mitteilte.

    Angepflanzt wurden die Bäume seinerzeit von Waldbesitzer Rudolf Bill.

    Mit dem Bau der Schiessanlage im Oberfeld enteignete der Staat nur wenige Jahre später die Nordseite des Ostermundigenbergs und damit auch Bills Parzelle mit den Douglasien. Sie gehören seither dem Kanton Bern.

    Schrittweise Nutzung der Bäume war geplant

    Nachdem der Douglasienbestand in den 1980er-Jahren soweit geschützt wurde, dass nur absterbende Bäume gefällt werden durften, wurde dieser Beschluss 2005 aufgeweicht.

    Der Staat plante die schrittweise Nutzung der Bäume.

    Dagegen wehrte sich eine Gruppe von Privatpersonen. Sie rekrutierte Sponsoren und sammelte über hundert Spenden, um dem Staatsforstbetrieb den Ertragsausfall zu entschädigen, wenn er auf eine Nutzung der Bäume verzichtet.

    Hand anlegen darf der Forstdienst nur noch, wenn die Bäume krank, vom Sturm geworfen oder vom Blitz getroffen werden.

    Douglasien waren in der Schweiz unbekannt

    Die imposanten Douglasien stehen bei der Gedenkstätte Karl Albrecht Kasthofer (1777–1853).

    Er gehörte zu den ersten – in Deutschland ausgebildeten – Forstleuten der Schweiz. Von 1837 bis 1843 war er Regierungsrat.

    Zu Lebzeiten Kasthofers waren die in Nordamerika heimischen Douglasien hierzulande unbekannt.

    Das Kieferngewächs verbreitete sich erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa.

    Gedenkstätte wurde 1993 eingeweiht

    Kasthofers Grabstein wurde vor Jahren bei Aushubarbeiten in der Stadt Bern entdeckt.

    Auf der Suche nach einem würdigen Standort entschieden sich die Forstleute für den Ostermundigenberg, am Rand des eindrücklichen Douglasienbestandes. Die Gedenkstätte wurde 1993 eingeweiht.

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