2021 will der Stadtrat, wie im Naturschutzkonzept 2030 vorgesehen, das Gebäudebrüterinventar vervollständigen.
Mehlschwalben
Mehlschwalben. - Marcel Ruppen, birdfoto.ch

Viele Tiere leben im Siedlungsraum in der Nähe von uns Menschen. Einige Vogelarten brüten heute sogar ausschliesslich an Gebäuden.

Auch einige Fledermausarten ziehen ihre Jungen an und in Gebäuden auf. Diese Tiere sind stark von uns abhängig und auf unsere Toleranz und Förderung angewiesen. Typische Gebäudebrüter sind Segler und Schwalben. Ihre Bestände haben in den letzten Jahren drastisch abgenommen.

Während der Brutzeit gilt für alle Vögel ein absoluter Schutz. Nester dürfen nicht zerstört und die Vögel nicht vom Brutgeschäft abgehalten werden. Für Gebäudebrüter, die ihre Nester oft jahrelang am selben Ort bauen, gilt ein noch strengerer Schutz: Ihre Brutplätze gelten als Naturschutzobjekte, und es besteht eine Inventarpflicht für Gemeinden.

In der Stadt Illnau-Effretikon existiert bereits ein Mehlschwalbeninventar, das 2018 aktualisiert wurde, sowie ein Inventar gebäudebrütender Vögel von Effretikon, erstellt durch die private Gruppe «IG Segler und Schwalben».

2021 will der Stadtrat, wie im Naturschutzkonzept 2030 vorgesehen, das Gebäudebrüterinventar vervollständigen.

Die fachliche Feldarbeit dazu wird die Firma Versaplan Ende Juni, Anfang Juli durchführen. Dazu sind naturgemäss Beobachtungen von Vögeln an Gebäuden – auch an privaten – nötig.

Falls Einwohnerinnen und Einwohner von Illnau-Effretikon Niststandorte von Seglern und Schwalben kennen, bitten sie, diese per Mail mit Angabe der Vogelart und der Standortadresse der Naturschutzbeauftragten Barbara Leuthold mitzuteilen.